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1. Juli 2014 Bürgerschaftsfraktion, Fraktion Altona

Neue Mitte: Ein weiteres Stück Altona geht verloren

Deutsche Bahn und Senat haben sich heute darauf geeinigt, den Fernbahnhof Altona zum Diebsteich zu verlegen. Bereits Ende 2015 soll das Planfeststellungsverfahren für das Projekt starten. „Für die Neue Mitte Altona ist es gut, wenn endlich die Quietschkurve der Bahn mitten durch das geplante neue Wohngebiet wegkommt“, erklärt dazu Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Aber dafür würde auch eine Verlagerung des Fernverkehrs in Richtung Westen an die S-Bahn-Gleise ausreichen. Das wurde allerdings nie öffentlich diskutiert.“  Der in einem städtischen Umfeld liegende Fernbahnhof Altona stärke die Zentrenfunktion von Altona und Ottensen. Eine Verlegung an den Diebsteich wirke dem entgegen, so Sudmann. „Auch die Fahrgäste des Regionalverkehrs, die in Altona aussteigen, weil sie in der Umgebung des Bahnhofs arbeiten oder weil sie mit dem Busbahnhof und den S-Bahnen viele Umsteigemöglichkeiten haben, müssen bei einer Verlegung nach Diebsteich Umwege in Kauf nehmen.“

Und wieder einmal würden erst Entscheidungen gefällt und dann die Öffentlichkeit beteiligt, kritisiert Robert Jarowoy, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Altona: „Echte Bürgerbeteiligung sieht anders aus. Zu keinem Zeitpunkt wurde die Altonaer Bevölkerung befragt, wie sie dazu steht, dass man ihr mit der Schließung des Fern- und Regionalbahnhofs im Herzen Altonas ein weiteres Stück Identität nimmt.“ Jarowoy erinnert daran, dass das Gelände, das der Senat nun für fast 40 Millionen Euro kaufen und der Bahn bis zur Verlagerung des Fernbahnhofs zur Verfügung stellen will, der Bahn in den 1880er Jahren von der Stadt Altona für Personen- und Güterverkehr kostenlos zur Verfügung gestellt worden war. „Dass Hamburg eigenes Gelände nun zurückkauft und der Bahn abermals kostenlos zur Verfügung stellt und die Dekontaminierungskosten des Bodens vermutlich auch noch den SteuerzahlerInnen überträgt, ist eine Schweinerei. Die heute verkündete Entscheidung von Senat und Bahn über die Köpfe der AnwohnerInnen und NutzerInnen hinweg ist ein schlechter Tag für Altona.“