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24. September 2014 Bürgerschaftsfraktion

Nebenjob beim Immobilienhai

SAGA Hauptverwaltung in Barmbek / By Staro1 [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Im Rahmen der heutigen Debatte in der Hamburgischen Bürgerschaft über die Nebentätigkeit des Vorstandsvorsitzenden der SAGA, Lutz Basse, im Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington übte Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, scharfe Kritik: Sie nannte die Nebentätigkeit des Vorstandsvorsitzenden der SAGA „bei der in den Medien als Immobilienhai und MieterInnenschreck bekannten Wohnungsgesellschaft Deutsche Annington in zweierlei Hinsicht erschreckend.“ Neben äußerst üppigen Vergütungen im Haupt- und Nebenjob stelle sich die Frage, was sich die Deutsche Annington davon versprochen habe.
 
„Was hat der Chef des städtischen Wohnungsunternehmens bei einem Unternehmen zu suchen, das durch seine aggressive Einkaufspolitik zum größten Vermieter und Mieterschreck Deutschlands geworden ist? Sollen Kontakte geknüpft werden, die ein Eindringen in den Hamburger Wohnungsmarkt und womöglich auch in den Bestand der SAGA vorbereiten? Der Senat versucht jeglichen Gedanken in dieser Richtung weit von sich zu weisen“, sagte Sudmann. Die Deutsche Annington wird nicht als ein Wettbewerber der SAGA angesehen, da sie nur 0,12 Prozent des Gesamtwohnungsbestandes in Hamburg besitze. Recherchen der Zeitschrift „Stern“ haben enge Verbindungen zwischen der SPD und der Deutschen Annington und auch Kontakte zur CDU und zu den Grünen aufgezeigt.
 
„Solange der kapitalistische Wohnungsmarkt den InvestorInnen hohe Renditen verspricht, werden Miethaie aller Couleur - unterstützt von interessierten PolitikerInnen - versuchen, sich (städtische) Wohnungen unter den Nagel zu reißen. Die Zeche müssen dann die MieterInnen zahlen. DIE LINKE wird mit aller Kraft dagegen ankämpfen: Wohnen ist ein Grundrecht und kein Spekulationsgeschäft!“, schloss Sudmann.