Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
24. November 2010 Bürgerschaftsfraktion

Nach der Bettenreduzierung folgt die Bettenaufstockung

"Aus gesundheitspolitischer Sicht wäre es wichtig zu wissen, was die Ursachen des Anstiegs der Behandlungskapazitäten in Hamburg sind", kritisiert Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin die Ausführungen Senator Wersichs zum Bettenanstieg. Noch kritischer sieht Artus die Tatsache, dass die erforderlichen Kapazitäten für die psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung noch nicht endgültig festgelegt wurden. Mussten doch erst in diesem Jahr aufgrund einer Sonderzulassung 60 Kinder- und Jugendpsychiater zusätzlich tätig werden, weil es Engpässe in der Versorgung gab.

Dafür ist die duale Krankenhausfinanzierung in Hamburg gesichert. Dank der Tatsache, dass Hamburg in den letzten zehn Jahren in seine Krankenhäuser - in privater Trägerschaft - über eine Milliarde Euro investiert hat. Für den Erhalt des LBK hätte es nicht einmal der Hälfte der Summe bedurft, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin Kersten Artus. "Die Ausübung von Macht in der Gesundheitspolitik beschränkt sich bei einer voll privatisierten Krankenhausversorgungslandschaft wie in Hamburg nur noch auf die 'Letztentscheidung' (Wersich) in der Krankenhausplanung," kritisiert die gesundheitspolitische Sprecherin. Während für den Senator Krankenhäuser ein wichtiger Baustein für die Gesundheitswirtschaft sind, sind Krankenhäuser aus Sicht der LINKEN vor allem für die stationäre medizinische Versorgung zuständig. "Dass sie auch als Arbeitgeber für die wirtschaftliche Region von Bedeutung sind, ist ein weiterer Aspekt", sagt Artus.

"Die Landespressekonferenz kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hamburg Versäumnisse in den letzten Jahren in der Gesundheitsförderung und Prävention zu verzeichnen hat, siehe Schulärztliche Untersuchungen. DIE LINKE wird weiter Druck machen, dass hier der Senat seiner gesundheitspolitischen Verantwortung nachkommt", sagt Artus.