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23. Februar 2010 Bürgerschaftsfraktion

Mythos Hafenquerspange: Wofür soll das gut sein?

Zu der heute von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) vorgestellten Südvariante der Hafenquerspange erklärt Dr. Joachim Bischoff, stadtentwicklungspolitischer Sprecher:

"Warum noch immer am Bau einer Hafenquerspange festgehalten wird ist mir ein Rätsel. Die Ziele die damit verfolgt werden bleiben nebulös."

Eine Verkehrsentlastung für den Stadtteil Wilhelmsburg und die Hamburger Innenstadt durch die Südvariante der Hafenquerspange konnte nicht nachgewiesen werden. Ebenso wenig die Logik warum der Verkehr gerade durch den naturbelassenen Teil von Wilhelmsburgs Süden führen soll. Viele Argumente die für den Bau angeführt wurden sind mittlerweile überholt und widerlegt.

Was der Stadtteil momentan an Belastungen und Umwälzungen zu ertragen hat liegt bereits über dem sozialverträglichen Maß. Der Sprung über die Elbe hat drastische Folgen für die Inselbewohner: Die massive Abholzung des Baumbestandes, Vertreibung der Kleingärtner, Biotopzerstörung, Mietanhebung aufgrund der Aufwertungsbestrebungen, Verlust von Lebensqualität für die Bewohner aufgrund der jahrelangen Belastungen durch stadtplanerische Vorhaben.

Warum dem noch die Hafenquerspange zugefügt werden soll ist nicht nachzuvollziehen. Zumal der Senat damit seinen eigenen Zielen zuwider handelt. Mit jeder weiteren Verkehrsbelastung rückt das Ziel Wilhelmsburg attraktiver zu gestalten immer weiter in die Ferne.

"Wofür all die Investitionen, wenn Wilhelmsburgs "Verkehrsinselcharakter" weiter "zementiert" wird. Jungen Familien dürfte es bei den hohen und zudem steigenden Lärm- und Schadstoffemissionen kaum dorthin ziehen. Insbesondere eine aufgeständerte Lösung, begründet mit den halb so hohen Kosten wie eine Tunnellösung, dürfte sich für die Wilhelmsburger als inakzeptabel erweisen", so Joachim Bischoff abschließend.