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10. August 2010 Bürgerschaftsfraktion

Mit dem StadtRAD auf einem guten Weg

Die Senatsantwort auf eine Große Anfrage der CDU-Fraktion vom 6. August 2010 (Bürgerschafts-Drucksache 19/6733) bilanziert erstmals das Leih-Fahrrad-Modell in Hamburg. Danach gab es im ersten Jahr bis zum 25.7.2010 bei StadtRAD Hamburg 62.342 Anmeldungen, an den 71 Entleihstationen mit 1.590 Abstellplätzen und 1.094 Fahrädern "im operativen Betrieb" fanden 710.131 Ausleihvorgänge statt.

Auffällig ist, dass 80 % der KundInnen das Rad kostenfrei, d.h. bis zu 30 Minuten nutzen, davon 55 % "überwiegend im Freizeitverkehr", 34 % "sowohl im Freizeitverkehr als auch im Berufs-/Geschäftsverkehr", 6 % "überwiegend im Berufs-/Geschäftsverkehr" und 5 % "als Tourist zur Stadterkundung". 29 % der KundInnen haben ihren Wohnsitz außerhalb Hamburgs und nutzen das StadtRAD als "Touristen, Pendler oder Besucher aus der Metropolregion". 50 % der NutzerInnen kombinieren das StadtRAD "regelmäßig" mit dem ÖPNV, 33 % nur "gelegentlich" und 18 % gar nicht. Nur 40 Beschwerden von Januar bis Juni 2010, lediglich zwei vermisste und vier wegen eines Totalschadens aus dem Verkehr gezogene Räder sprechen für die Robustheit des Systems.

Der verkehrspolitische Sprecher der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, Dr. Joachim Bischoff, erklärt dazu:

"Die Einführung von StadtRAD ist eines der wenigen erfolgreichen verkehrspolitischen Vorhaben des schwarzen-grünen Senats. Hunderttausende Entleihvorgänge bedeuten, dass zumindest ein Teil der NutzerInnen auf das umweltfreundliche und gesundheitsfördernde Fahrrad umgestiegen und auf das Auto verzichtet hat. Der eingeschlagene Weg, mit dem StadtRAD die Verkehrssituation in Hamburg zu verbessern, wird von der LINKEN grundsätzlich begrüßt und unterstützt. Nun heißt es, die positiven Erfahrungen konsequent auszubauen."

Jetzt muss die Zahl der Entleihstationen und der StadtRÄDER systematisch erhöht werden, insbesondere an zentralen Orten außerhalb Innenstadt. Zudem muss der Ausleihvorgang vereinfacht und die kostenfreie Nutzung auf zunächst ein bis zwei Stunden ausgeweitet werden, denn die Kosten sind schon nach kurzer Zeit erheblich. Der Anteil der FahrradfahrerInnen würde dadurch noch einmal anwachsen und damit mittelfristig den Autoverkehr reduzieren. Zusätzlich müssen die teilweise unzumutbaren Fahrradwege hergerichtet und Fahrradstreifen am Rande der Straßen gebaut werden.