Zurück zur Startseite

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
9. August 2011 Bürgerschaftsfraktion

Mehr Wohnungsbaugenehmigungen – Grund zum Jubeln?

Bausenatorin Jutta Blankau (SPD) zeigt sich zufrieden über die Anzahl der Wohnungsbaugenehmigungen. Die im neuen „Vertrag für Hamburg“ festgeschriebene Verpflichtung, die Zahl der Wohnungsneubauten so schnell wie möglich auf 6.000 pro Jahr zu steigern, werde „von allen ernst genommen“ und sei damit „realisierbar“.

Dazu erklärt der wohnungspolitische Sprecher der Linksfraktion Dr. Joachim Bischoff: „Im Jahr 2010 wurden 4129 Wohnungsbaugenehmigungen erteilt, allerdings sind nur 3520 neue Wohnungen auf den Markt gekommen. Die Zahl von 3177 Wohnungsbaugenehmigungen im ersten Halbjahr 2011 ist daher nur ein Indiz für eine positive Bewegung im Wohnungsbestand. Allerdings ist es noch ein längerer Weg bis zu der Zielmarke, jährlich 6 000 neue und überwiegend bezahlbare Wohnungen in Hamburg anbieten zu können. Die größere Zahl von Genehmigungen sollte daher mit Vorsicht interpretiert werden, denn erstmals sind die Baugenehmigungen direkt an die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt gemeldet worden, also nicht über den Umweg der Bezirke. Schnellere Erfassung von Veränderungen bedeutet noch nicht ein überzeugend größeres Angebot.

Im Übrigen ist bislang an der Förderpolitik für Wohnungsbau noch keine neue Konzeption in Sicht. Für bezahlbare Wohnungen ist die Überarbeitung der Förderrichtlinien und die Ausweitung der finanziellen Ressourcen ein wichtiger Zwischenschritt. Der Senat muss noch eine Reihe weiterer Hindernisse verrücken bis das gesellschaftliche Bündnis für mehr und bezahlbaren Wohnungsbau Realität wird und die bestehende Praxis in Hamburg durchgreifend verbessert wird. Gleichermaßen wäre wünschenswert, dass auch von dem öffentlichen Unternehmen SAGA/GWG und den Genossenschaften Meldungen kommen, den zu dem Schluss berechtigen, dass das Problem Wohnungsmangel von allen Seiten ernst genommen wird.“