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28. Mai 2014 Bürgerschaftsfraktion

Mehr Sicherheitsmängel bei Atomtransporten durch Hamburg

Durchschnittlich jeden zweiten Tag gehen Transporte hochtoxischer und radioaktiver Güter durch das Hamburger Stadtgebiet und direkt an Wohnhäusern vorbei. „Jeder dieser Transporte gefährdet die Umschlagsarbeiter im Hafen und die Bevölkerung der Stadt nicht nur potenziell, sondern real“, erklärt Dora Heyenn, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Denn allein von Februar bis Mai dieses Jahres wurden bereits 17 sicherheitsrelevante Mängel bei Atomtransporten durch die Stadt festgestellt.“ Mehrfach war dabei Thorium 232 im Spiel. Dies ergibt eine aktuelle Anfrage der Fraktion (Drs. 20/11730). Im gesamten Jahr 2013 hatte es nur sieben sicherheitsrelevante Mängel gegeben (vgl. Drs. 20/11201).

„Und es wird sicher nicht bei diesen 17 Fällen bleiben“, fürchtet Heyenn. „Die Atomtransporte quer durch Hamburg gehen munter weiter: Bis Anfang Mai waren es bereits 48, darunter auch ein LKW-Transport mit mehr als drei Tonnen Mischoxid aus Belgien für das AKW Brokdorf.“ Wäre der politische Wille vorhanden, könnten diese extrem gefährlichen Transporte durch die Stadt verhindert werden, erinnert die Umweltpolitikerin: „Wir hatten beantragt, wie in Bremen auch den Hafen für Atomtransporte zu sperren. Aber am 7. Mai haben das in der Bürgerschaft alle Fraktionen außer den Grünen abgelehnt. Hamburg und sein Hafen bleiben also eine wichtige, viel belastete und gefährliche Drehscheibe der Atomindustrie.“ Die beantwortete Schriftliche Kleine Anfrage finden Sie in der Anlage dieser Mitteilung.

Dateien:
20_11730.pdf1.0 M