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4. Februar 2014 Bürgerschaftsfraktion

Mehr SchülerInnen auf weniger Schulfläche

© S. Hofschlaeger / pixelio.de

Senator Ties Rabe hat heute die Schuljahresstatistik 2013 vorgestellt und dabei seine Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass es mehr Kinder in Hamburg gibt und die Schülerzahlen deutlich angestiegen sind. „Und trotzdem will der SPD-Senat in den nächsten Jahren die Flächen an Hamburgs Schulen aus Kostengründen um zehn Prozent verkleinern“, kritisiert Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Alle werden an den Schulen zusammenrücken und auf weniger Raum zurecht kommen müssen. Darüber werden sich die Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte bestimmt nicht freuen.“

Rabe hatte bei der Vorstellung der Statistik außerdem erklärt, die Stadtteilschule sei „zur größten Schulform“ aufgestiegen. „Dafür gibt es drei Gründe“, erläutert Dora Heyenn. „Der erste ist, dass immer mehr Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Zuge der Inklusion nach Klasse 4 auf die Stadtteilschule statt auf die Sonderschule wechseln. Zweitens durften über 1000 Jugendliche in der Klasse 9, die keinen Ausbildungsplatz bekommen hatten, weiter die Stadtteilschule besuchen. Und drittens mussten viele Kinder, die die Eltern ursprünglich an Gymnasien angemeldet hatten, diese wieder verlassen und besuchen nun die Stadtteilschulen.“ Alle drei Gründe machten deutlich, dass der SPD-Senat dringend etwas unternehmen müsse, so die Schulexpertin: „Die Stadtteilschulen brauchen mehr Unterstützung bei der Inklusion. Der Senat muss Ausbildungsplätze für die SchulabgängerInnen schaffen. Und er muss die Abschulerei eindämmen. Am besten wäre es, wenn man nach Klasse 6 die Eltern entscheiden ließe, auf welche Schule ihr Kind gehen soll.“