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10. Juli 2009 Bürgerschaftsfraktion

Masterplan Kaltehofe: Schwesterinsel Entenwerder nicht einbezogen, Finanzen noch ungeklärt, Zankapfel Parkplatz

Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt veröffentlicht heute den "Masterplan Kaltehofe", zu dessen Kernstück die Öffnung von 14 Hektar des 45 Hektar großen Geländes des alten Wasserwerkes sowie die Einrichtung eines industriegeschichtlichen Museums gehören. Die Umsetzung kostet 7 Millionen Euro.

"Die Entwicklungsschritte die damit im Hafenrandgebiet, trotz der Finanzmisere im Haushalt vorangetrieben werden, sind als Teilstücke des "Sprung über die Elbe" zu werten. Aber eben nur als Stückwerk, wenn man bedenkt, dass die in 200 m Luftlinie entfernt liegende "Schwester"-Halbinsel" Entenwerder nicht mit einbezogen wurde und nun im Fokus kommerzieller Veranstalter Begehrlichkeiten weckt, die nicht zum Naturkonzept der Nachbarinsel von Kaltehofe passen.

Mit der Erschließung von Citynahen Naherholungsgebieten versucht die Stadt die Defizite der familienfeindlichen Stadtplanung der Hafencity auszutarieren. Denn inzwischen ist kaum noch zu übersehen, dass sich die hoch gelobte Hafencity zu einer trostlosen Trabantenstadt entwickelt hat. Was bei der ganzen Planung wieder einmal fehlt: woher soll das Geld kommen? Angesichts der Steuermindereinnahmen von 1,3 Milliarden im kommenden Jahr gibt es dafür bisher keine schlüssige Finanzplanung", kommentiert Dr. Joachim Bischoff, stadtentwicklungspolitischer Sprecher.

Ein Zankapfel ist zudem die Errichtung eines Parkplatz für 120 PKW in Museumsnähe und die damit einhergehende Öffnung des bis jetzt für den PKW Verkehr gesperrten Deich. Eine Kompromisslösung wäre die Errichtung des Parkplatzes am Anfang des Geländes. Doch die wäre dreimal so teuer, d.h. rund 900.000 Euro.

"Wenn sich die Finanzierung des Projektes klären lässt, sind wir im Sinne einer bestmöglichen, nachhaltigen Lösung für den kostspieligeren Kompromiss", erklärt Dr. Joachim Bischoff.