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24. Mai 2013 Bürgerschaftsfraktion

Mangel an Übungsräumen an der Hochschule für Musik und Theater.

Hochschule für Musik und Theater

An der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) herrscht ein eklatanter Mangel an Übungsräumen. Eine kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft (Drs. 20/6784) hat ergeben, dass mindestens 25 solcher Räume benötigt werden.

Gleichzeitig hat Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt auf der gestrigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses deutlich gemacht, dass die Behörde keine Mittel zur Verbesserung der Studienbedingungen an der HfMT bereitstellen will. Sie erklärte lediglich, ein Mäzen habe zugesagt, weitere Überäume auf dem Hochschulgelände zu errichten.

Dazu erklärt Dora Heyenn, wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: "Die Ankündigung der Wissenschaftssenatorin klingt erst mal erfreulich, aber eine Verbesserung der Studienbedingungen ist erst 2017 zu erwarten, vorausgesetzt der Mäzen hält seine Zusage ein. Wir halten es für unumgänglich, dass die finanziellen Mittel aufgestockt werden. Die jetzigen Hochschulvereinbarungen festigen die strukturelle Unterfinanzierung der Hamburger Hochschulen.“

Die wachsende Abhängigkeit der Hochschulen von Stiftungen und Mäzenen verwehre den Hochschulen die nötige Forschungsfreiheit und Planungssicherheit. „Mäzenatentum ist insofern fast immer zutiefst undemokratisch, weil die wohlhabende Elite ihre Ressourcen einsetzt, um ihre eigene Vorstellung von öffentlichem Wohl durchzusetzen. Aus unserer Sicht kann das Engagement von Stiftungen und Mäzenen das Sahnehäubchen sein, das etwas Zusätzliches beisteuert. Aber mehr nicht, denn Hamburg ist für die Finanzierung seiner Hochschulen verantwortlich.“

Die Linksfraktion sieht auch die zum Jahr 2014 geplanten Baumaßnahmen zur Grundsanierung der HfMT kritisch, da die SenatsvertreterInnen nicht erklären konnten, ob und wie viele Überäume den Studierenden während der zweijährigen Baumaßnahme zur Verfügung stehen. Heyenn: „Ausreichend viele Überäume sind eine wichtige Voraussetzung für ein hochwertiges Musikstudium. Daher ist eine Verbesserung der Lernbedingungen für die MusikstudentInnen der HfMT dringend notwendig. Es ist völlig unverständlich, dass für die Elbphilharmonie ein dreistelliger Millionenbetrag kurzfristig zur Verfügung gestellt wird und die Behörde keine zwei Millionen Euro für Überäume der zukünftigen MusikerInnen der Elbphilharmonie zur Verfügung stellen will. Fakt ist: An der HfMT Hamburg bleibt der Mangel an Überäumen mindestens bis 2017 bestehen, möglicherweise wird sich die Situation sogar noch verschärfen.“