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10. November 2011 Bürgerschaftsfraktion

Linksfraktion fordert mehr Hilfe für Stalkingopfer und Thematisierung in Betrieben und Behörden

Kersten Artus, MdHB

In ihrer Bürgerschaftsrede anlässlich des "Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen und Mädchen" am 25. November fordert die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, Kersten Artus, dass der Senat umgehend mehr Frauenhausplätze zur Verfügung stellt. Außerdem ist der Wohnungsbau unter der Maßgabe voranzutreiben, dass Opfern Häuslicher Gewalt schnell aus dem Umfeld der erlebten Gewalt herauskommen.

Die Linksfraktion widmet den 25. November 2011 dem Thema Stalking und veranstaltet dazu am 17. November einen Empfang im Bürgersaal des Rathauses. Stalking wird erst seit 2007 bestraft. Mindestens 1000 Fälle gibt es jährlich in Hamburg. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher.

Kersten Artus erklärt dazu: "Ständiges Nachstellen, zum Beispiel durch Anrufe, SMS oder persönlich, führen beim Opfer zu schweren psychischen und physischen Reaktionen und zu ernsthaften Erkrankungen - bis hin zur Arbeitsunfähigkeit. In etwa jedem fünften Stalkingfall kommt es zu körperlichen Attacken. Verhängt die Polizei Auflagen gegen Stalker, eskaliert oft erst die Situation. Stalking wird erst seit 2007 bestraft. Nachbarn, aber auch Arbeitgeber und Kollegen müssen daher sensibilisiert werden. Und wenn Unternehmen, aber auch Ämter und Behörden begreifen, dass sie nicht nur Mitarbeiterinnen, sondern auch potenzielle oder tatsächliche Stalkingopfer beschäftigen, ist schon einmal viel getan."

Neben einer besseren Öffentlichkeitsarbeit seien natürlich konkrete Maßnahmen erforderlich. Artus weiter: "Wir brauchen umgehend mehr Frauenhausplätze und auch mehr Wohnungen, damit sich Frauen aus dem Umkreis ihres persönlich erlebten Terrors befreien. Es werden auch dringend mehr Therapieplätze benötigt, damit Stalkingopfer wieder unbelastet ihr Leben führen können. Die Wartezeiten bei PsychotherapeutInnen sind unvertretbar lang."

Anmeldungen zum Empfang am 17. November bitte unter: tanja.chawla@linksfraktion-hamburg.de oder Tel. 18 12 18 00.