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7. September 2010 Bürgerschaftsfraktion

LINKE schlägt Alarm: Frauenhausplätze werden gekürzt

Das Frauenhaus in Wedel soll geschlossen werden, die Frauenhäuser in Schwarzenbek und Ahrensburg sollen fusionieren: Schwarzgelb in Schleswig-Holstein will auf Kosten der Opfer den Haushalt sanieren: Für Opfer häuslicher Gewalt sollen 500.000 Euro im Jahr weniger für Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen bereit gestellt werden. Kersten Artus, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, ist entsetzt:

"Das geht auch zu Lasten von Hamburger Frauen: Misshandelte Frauen aus Hamburg kamen jetzt bereits nicht mehr im Schwarzenbeker Frauenhaus unter, sondern wurden abgewiesen. In diesem Sommer platzten Hamburger Frauenhäuser aus allen Nähten. Jetzt zu kürzen, ist eine Katastrophe, ist frauenfeindlich und unsozial."

Kersten Artus hat eine Kleine Anfrage an den Senat gerichtet, mit der sie Aufklärung verlangt, in welchem Umfang in Hamburg lebende Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden, in einem der Frauenhäuser in Schleswig-Holstein und anderen angrenzenden Bundesländern in der Vergangenheit eine Notunterkunft fanden. Sie geht zudem der Frage nach, ob ähnliche Kürzungspläne auch in den Hamburger Senatsschubladen lagern.

"Wir haben keine Hinweise darauf, dass Männergewalt zurückgegangen ist und Frauenhausplätze damit überflüssig geworden sind. Frauenhäuser müssen als Zufluchtstätten für Frauen, die von ihren Ehemännern, Freunden, Vätern, Söhnen seelisch und/oder körperlich misshandelt werden, nicht nur im vollem Umfang erhalten bleiben, sondern sogar hinsichtlich der fachlichen Unterstützung, der Betreuung und der Anzahl der Plätze, insbesondere für Frauen mit Kindern, ausgebaut werden! Hier zu kürzen, käme einem gesellschaftlichen Rückschritt gleich und wäre die Aufgabe des Opferschutzes", schließt Kersten Artus.

Die Kleine Anfrage finden sie im Anhang. Bei Rückfragen Kersten Artus 0170/5405439