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2. März 2010 Pressestelle

Linke Ökologen protestieren gegen Arbeitsplatzabbau bei Vattenfall

Der Vattenfall Konzern plant die Vernichtung von mindestens 1500 Arbeitsplätzen. Die UmweltpolitikerInnen der LINKEN Hamburg protestieren dagegen und solidarisieren sich mit den KollegInnen, die für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen.

Vattenfall hat in den letzten Jahren Extraprofite in Milliardenhöhe erzielt. Der Konzern hat den Hamburgerinnen und Hamburgern immer wieder die Preise erhöht und dabei unter anderem die Dreistigkeit besessen, (CO2-)Emissionsrechte, die er vom Staat geschenkt bekam, als Kostenfaktor einzurechen. Vattenfall hat genug Geld für das klimazerstörende Kohlekraftwerk in Moorburg, das möglicherweise schon in einigen Jahren nicht mehr betriebswirtschaftlich sinnvoll betrieben werden kann – klimapolitisch ist es ohnehin eine Katastrophe.

Die LINKE hat schon vor einigen Jahren darauf hingewiesen, dass der Neubau von 25-30 Kohlekraftwerken bundesweit mehrere 10.000 Arbeitsplätze kosten würde, weil die neuen Kohlekraftwerke zwar immer noch CO2-Schleudern sind, aber mit deutlich weniger Arbeitskräften auskommen.

Gilbert Siegler, Sprecher der AG Umwelt, Energie und Verkehr, stellt dazu fest:

"Der Vattenfallkonzern ist asozial, weil er

  • durch seine Preispolitik Energie für immer mehr arme Menschen unbezahlbar macht,
  • zugleich Arbeitsplätze vernichten und Löhne drücken will und
  • weil er durch die Kohleverstromung, die er noch beträchtlich ausweiten will, die globale Erwärmung beschleunigt. Die katastrophalen Folgen des Klimawandels treffen zuerst und am stärksten ebenfalls die armen Menschen, heute schon in den Ländern des Südens, in wenigen Jahren überall.

Wollte Vattenfall Klima und Arbeitsplätze schonen und bezahlbare Energie liefern, würde der Konzern statt in fossile Großkraftwerke in kleine regenerative Kraftwerke investieren. Dadurch ließen sich dauerhaft mehr Arbeitsplätze schaffen als in kohlebetriebenen Großkraftwerken. Das würde die Konzernprofite schmälern, aber den Beschäftigten und der gesamten Bevölkerung nützen.

Da eine solche Konzernpolitik nicht zu erwarten ist, gehört die Energieversorgung wieder in die öffentlichen Hände. Als erster Schritt müssen die Versorgungsnetze für Strom, Gas und Fernwärme Vattenfall und E.on entzogen werde. Die Konzessionsverträge in Hamburg laufen in wenigen Jahren aus und wir fordern den Senat auf, die Netze in eine eigene Gesellschaft zu übernehmen. Dieser Forderung sollte die Gewerkschafts- und die Umweltbewegung durch gemeinsame Aktivitäten Nachdruck verleihen – im Interesse der Beschäftigten der Energiewirtschaft und aller Hamburgerinnen und Hamburger."