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14. April 2009 Bezirk Wandsbek

LINKE fordert Standardverbesserung in der öffentlichen Unterbringung

Antwort auf  Anfrage "Öffentliche Unterbringung in Wandsbek weiterentwickeln" unbefriedigend

Der Senat lehnt eine Verbesserung des Unterbringungsstandards in den öffentlichen Unterkünften ab. Dies geht aus der Antwort auf eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE in der Bezirksversammlung Wandsbek hervor.

Durch den Rückgang der Zuwandererzahlen konnten in Hamburg seit 2002 rund 11.900 Plätze in der öffentlichen Unterbringung abgebaut werden. Im Bezirk Wandsbek reduzierten sich die Plätze um 2/3 auf jetzt noch 1.241 Plätze. Gleichzeitig müssen aber 532 alleinstehende Menschen in Doppelzimmern leben. Nur 41 kommen in den Vorzug eines Einzelzimmers. Auch 28 Personen mit psychischen oder physischen Problemen können angeblich aus Platzgründen nicht in Einzelzimmern untergebracht werden. Abgelehnt wird es auch, Flüchtlingsfamilien mit Kindern, die über einen geduldeten Aufenthaltsstatus verfügen, in privatrechtlichen Wohnraum zu vermitteln.

Dazu Frank Hiemer, Vorstandssprecher der Wandsbeker LINKEN und Mitglied im zuständigen Fachausschuss der Bezirksversammlung:" Es ist unverständlich und beschämend, dass die Stadt trotz freiwerdender Kapazitäten  nicht alles unternimmt, um alleinstehende Personen oder auch Familien mit Kindern menschenwürdig und individuell unterzubringen. Hier drängt sich der Eindruck auf, dass öffentliche Unterkunft abschrecken soll."

Seit 2003 wurden in Wandsbek 16 Standorte mit 2.500 Plätzen geschlossen. Diesen Rückgang hätte die Stadt nach Ansicht der LINKEN zu einer Standardverbesserung an den verbleibenden 8 Standorten nutzen können. In den öffentlichen Unterkünften leben Menschen, die von Obdachlosigkeit bedroht waren, sowie Zuwanderer und Flüchtlinge. Ein zunehmendes Problem ist auch die Unterbringung wohnungsloser junger Menschen unter 25 Jahren, die nicht in der elterlichen Wohnung leben können.

DIE LINKE. Wandsbek wird sich mit der Situation der öffentlichen Unterbringung weiter beschäftigen und entsprechende Initiativen entwickeln. 

Die Antwort auf die Anfrage findet sich unter folgendem Link:
Öffentliche Unterbringung in Wandsbek weiterentwickeln

Für Rückfragen: Frank Hiemer, Tel.: 040/ 6 54 50 40