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28. August 2014 Bürgerschaftsfraktion

LINKE fordert: Rettet den Rettungsdienst!

Rettungsdienst-Flotte

In der heutigen Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft wurde der Antrag der Linksfraktion „Rettungsdienst auf die gewachsenen Anforderungen ausrichten!“ (Drs. 20/12686) debattiert, in dem die Fraktion eine Bedarfsplanung für Rettungsdienst und Krankentransport fordert, um deren reibungsloses Funktionieren angesichts steigender Einsatzzahlen zu sichern. Bestehende Schwachpunkte müssen dabei restlos aufgedeckt und beseitigt werden. Dazu gehören ein unzureichendes Netz von Feuer- und Rettungswachen, eine zu dünne Personaldecke der Feuerwehr und eine zu geringe Beteiligung der Hilfsorganisationen, wie bspw. Rotes Kreuz oder ASB, am Rettungsdienst.
 
Christiane Schneider, innenpolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, erklärt: „Es geht beim Rettungsdienst im Kern um die Gesundheit und oft um das Leben von vielen Menschen. Deshalb lassen wir nicht locker. Denn die Situation ist alles andere als beruhigend.
 
Fast 250.000 Mal wurde im vergangenen Jahr der öffentliche Rettungsdienst alarmiert. Ein kleiner Teil davon waren Fehlalarme, aber in über 220.200 Fällen rückten Rettungswagen aus, um Notfallpatienten zu versorgen bzw. in die Notfallaufnahme von Krankenhäusern zu bringen. Das ist eine große Aufgabe. Die organisatorische Leistung, die die Feuerwehr und im Verbund die Hilfsorganisationen zu bewältigen haben, ist gewaltig. Damit die Menschen wirklich rechtzeitig erreicht werden, müssen die Bedingungen stimmen. Und die stimmen leider nicht. In über 55.000 Fällen erreichten die Rettungswagen die Patientinnen und Patienten potenziell zu spät.“
 
Und obwohl ein rechtzeitiges Eintreffen lebensrettend sein kann, 8 Minuten sind von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Rettungswagen am Einsatzort vorgeschrieben, haben die verschiedenen Senate die vorgegebene Erfüllungsquote, d.h. in wieviel Prozent der Einsätze der RTW innerhalb dieser acht Minuten eintrifft, von 95% auf 72% abgesenkt. „Sie soll auch in den nächsten Jahren gelten, so steht es im Haushaltplan. Erreicht wurden im letzten Quartal 70,8%, mit sinkender Tendenz. Und wenn sich nichts ändert, wird diese Quote weiter sinken, denn die Zahl der Rettungseinsätze wird aufgrund verschiedener Einflussfaktoren in den nächsten Jahren weiter steigen. Das ist nicht akzeptabel“, schließt Schneider.