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29. Mai 2008 Fraktion Wandsbek

DIE LINKE. fordert öffentliche Anhörung: Kinderarmut ist eine Schande!

Nachdem die Wandsbeker Bezirksfraktion der LINKEN auf der letzten Sitzung der Bezirksversammlung das Thema bereits thematisiert hatte, fordert sie jetzt eine öffentliche Anhörung zum Thema „Kinderarmut in Wandsbek“.

Als arm gilt, wer als Alleinverdiener in Deutschland weniger als 781€ im Monat zum Leben hat. Somit ist die Armut der Kinder die Armut der Eltern.

Vasco Schultz (31), Bezirksabgeordneter der LINKEN dazu: „Die Diskussion hat gezeigt, dass CDU und FDP offensichtlich keinen blassen Schimmer haben, wie schlimm es um die schwächsten Bewohner des ihnen anvertrauten Bezirks bestellt ist - die Kinder von Wandsbek.“

Zu der öffentlichen Anhörung sollen verschiedene vor Ort handelnde Personen eingeladen werden, die von den Problemen in den Stadtteilen berichten können.

„Politik muss lernen zuzuhören. Wir wollen zuhören und gemeinsam mit den engagierten Menschen vor Ort Lösungen erarbeiten. Hungernde Kinder sind eine Schande für Wandsbek. Wer nur zusieht und nichts tut, der macht sich mitschuldig.“, so Vasco Schultz weiter.

Der jüngst vorgestellte Entwurf für einen bundesweiten Armuts- und Reichtumsbericht zeigt: 1/4 der Bundesbürger gilt als arm oder wäre ohne staatliche Zuschüsse von Armut betroffen.

In Wandsbek sind die Unterschiede zwischen den Stadtteilen eklatant: Der Lebenslagenbericht des Hamburgischen Senats vom 26. November 2007 weist für Wohldorf-Ohlstedt eine Quote an Hartz4-Empfängern von 1,3% und für Jenfeld eine von 25,4% aus.

Da gerade ärmere Familien im Durchschnitt sehr kinderreich sind liegt die Zahl von Armut betroffener Kinder weit höher. Genaue Erhebungen dazu existieren nicht, denn ob staatliche Geldleistungen wie beispielsweise Kindergeld in jedem Fall wirklich bei den Kindern ankommen darf bezweifelt werden.

„Deshalb kann die Lösung nicht alleine die Erhöhung von Geldleistungen sein. Viel wichtiger sind Investitionen in Sachleistungen, die wirklich bei den Kindern ankommen. Dazu zählt eine qualifizierte Kinderbetreuung, kostenloses Mittagessen, Investitionen in Bildung und Ausbildung sowie weitere Sachleistungen. Die Kinder müssen mehr in den Fokus der Förderung gerückt werden.“, so Vasco Schultz abschließend.

Für Rückfragen Vasco Schultz unter Telefon 0173 58 408 37