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5. Dezember 2008 Fraktion Wandsbek

LINKE fordert: Keine Grabsteine mehr aus Kinderarbeit!

Zwei Drittel der Natursteine, aus denen Grabmale in Deutschland hergestellt werden, stammen aus Indien. Dort werden sie unter unwürdigsten Arbeitsbedingungen sehr häufig von Kindern in den Steinbrüchen gewonnen. Es wird geschätzt, dass über 150.000 Kinder in Indien so zum Lebensunterhalt ihrer Familie beitragen.

Die Wandsbeker LINKE stellt dazu für die kommende Sitzung der Bezirksversammlung am  11. Dezember einen Antrag. Sie möchte, dass in Zukunft auf Wandsbeker Friedhöfen nur noch Grabsteine verwendet werden, die nachweislich nicht durch Kinderarbeit hergestellt wurden.

Vasco Schultz (32), sozialpolitischer Sprecher der Wandsbeker Linksfraktion dazu:
„Es ist unmenschlich, wenn Kinder ihre Kindheit verlieren, weil sie arbeiten müssen, damit ihre Familien überleben können. Bei der Produktion von Natursteinen in den Steinbrüchen Indiens müssen Kinder bis zu zwölf Stunden arbeiten und haben wegen chronischer Lungenerkrankungen oft nur eine Lebenserwartung von 35 Jahren."

Inzwischen hat München seine Friedhofssatzung so verändert, dass nur noch Grabsteine aufgestellt werden dürfen, die nachweislich nicht aus Kinderarbeit kommen. Auch in der Hauptstand Berlin sind sich alle politischen Parteien einig, dass keine Grabsteine aus Kinderarbeit mehr aufgestellt werden sollen. Ein entsprechender Antrag soll bereits Anfang nächsten Jahres im Abgeordnetenhaus beschlossen werden.

"Sollten die Friedhofsatzungen im Sinne der indischen Kinder geändert werden, wäre dies ein kleiner Schritt hin zu etwas gerechteren Arbeits- und Handelsbedingungen im globalen Markt. Weitere Schritte sollten unbedingt folgen.“, so Vasco Schultz abschließend.

Für Rückfragen: Vasco Schultz unter Telefon: 0173-58 408 37