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17. April 2012 Bürgerschaftsfraktion

LINKE fordert Geschwindigkeitssenkung: Raserei ist kein Kavaliersdelikt, sondern hat tödliche Folgen

© CC BY 3.0: Alexander Rahm

Die Ende März veröffentlichte Verkehrsunfallbilanz 2011 wies für Hamburg mehr Unfälle, mehr Verunglückte und mehr Verkehrstote auf. Um einer der Hauptursachen zu begegnen, beantragt die Linksfraktion in der Bürgerschaftssitzung am 18.4.2012 eine Geschwindigkeitssenkung auf Hamburgs Straßen (Drs. 20/3756, siehe Anlage). In dem Antrag fordert DIE LINKE u.a., die seit 2001 erfolgten Erhöhungen der zulässigen Geschwindigkeit auf 60 Stundenkilometer zurückzunehmen, eine weitere Geschwindigkeitsreduzierung auf Hauptstraßen zu prüfen und sich für eine konsequente Ausweitung von "Tempo-30-Zonen" einzusetzen sowie sich auf Bundesebene für maximal "Tempo 100" auf Hamburger Autobahnabschnitten einzusetzen.

Gerade bei den schwächeren Verkehrsteilnehmern/-innen, den Fußgängern/-innen und Radfahrern/-innen, aber auch den Motorradfahrern/-innen sind bei den Verunglückten überdurchschnittliche Steigerungsraten um fast 20 Prozent zu verzeichnen. "Noch trauriger ist die Tatsache, dass die Zahl der Verkehrstoten innerhalb eines Jahres von 22 auf 34 um mehr als 50 Prozent gestiegen ist", erklärt Heike Sudmann, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Wie in den Vorjahren ist eine überhöhte Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand mit rund 30% eine der Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden. Das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit wird häufig als Kavaliersdelikt abgetan. Wo 60 Stundenkilometer erlaubt sind, wird zwischen 70 und 80 gefahren, wer Tempo 50 einhält gilt als Verkehrsbehinderung.

"DIE LINKE will mehr Sicherheit auf Hamburgs Straßen. Damit nicht mehr Jahr für Jahr die Zahl der Unfälle und Verunglückten steigt, muss die Geschwindigkeit reduziert werden. Bei den meisten Autofahrten in Hamburg werden nur zwischen fünf und zehn Kilometer zurückgelegt. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit um 10 oder 20 Stundenkilometer bedeutet nur wenige Minuten mehr Fahrzeit, bringt aber viel für die Sicherheit. Gleichzeitig profitiert die Umwelt, da weniger Geschwindigkeit auch weniger Schadstoffausstoß und weniger Lärm  bedeutet. Das Motto ,weniger ist mehr' muss endlich auch für die Geschwindigkeit auf Hamburgs Straßen gelten", schließt Sudmann.