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10. Oktober 2014 Bürgerschaftsfraktion

LINKE fordert feste Anlaufstelle für Mädchenpolitik

Am 11. Oktober 2014 findet zum dritten Mal der Internationale Mädchentag statt. Er dient der Thematisierung und Sichtbarmachung der spezifischen Lebenssituationen und Bedarfe von Mädchen. Verschiedenste Studien belegen, dass Mädchen und junge Frauen in dieser Gesellschaft weiterhin erschwerte Bedingungen vorfinden. Zuletzt hat die Pisa-Studie 2014 darauf hingewiesen, dass Mädchen seltener Spitzenleistungen erzielen als Jungen, was ForscherInnen auf das tradierte Rollenbild des „passiven Mädchens“ zurückführen. Gleichzeitig müssen auch Mädchen und junge Frauen in prekären Lebenslagen in den Blick genommen werden, damit auch sie die Möglichkeit bekommen, neue Wege für sich gehen und wählen zu können, anstatt auf das Altbekannte zurückzugreifen.
 
Dazu erklärt Kersten Artus, gleichstellungs- und wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft: „Die feministischen Vereine und Verbände dieser Stadt zeigen erneut viel Kreativität und Engagement mit ihrem Fest vor der Europa-Passage am Jungfernstieg. Dem Senat hingegen fällt dazu wenig ein. Auch auf dem Stadtportal hamburg.de findet sich kein sachdienlicher Hinweis zur Mädchenpolitik. Selbst das halbherzige Gleichstellungspolitische Rahmenprogramm schweigt sich größtenteils aus, wenn es um die Herstellung der tatsächlichen Chancengleichheit  geht. Ernstzunehmende Gleichstellungspolitik sieht anders aus. Die Einrichtung einer Geschäftsstelle für die LAG Mädchenpolitik, wie sie in anderen Bundesländern existiert, wäre hier ein erster sinnvoller Schritt.“
 
Das Fest zum 3. Internationalen Mädchentag wird von der LAG Mädchenpolitik e.V. veranstaltet und findet von 12 bis 15 Uhr vor der Europa-Passage statt.