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22. September 2010 Bürgerschaftsfraktion

LINKE begrüßt Hamburger Nacht der Wohnungsnot und fordert Senat zum Handeln auf

In der Nacht vom 23. auf den 24. September, von 20 Uhr bis 8 Uhr, findet auf dem Vorplatz des Hamburger Michel die "Hamburger Nacht der Wohnungsnot" statt. Organisiert wird das "Sleep-Out" vom "Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot" aus verschiedenen sozialen und kirchlichen Einrichtungen und Verbänden. Mit dieser Aktion wird dagegen protestiert, dass in einer der reichsten Städte Europas nahezu 4.000 Menschen obdachlos sind.

Kersten Artus, die Fachsprecherin für Frauen-, und Gesundheitspolitik, erklärt dazu: "Die Obdachlosigkeit in Hamburg ist ein schreiender sozialer Notstand, gegen den endlich etwas unternommen worden muss, gerade in einer reichen Stadt wie Hamburg. 1.029 Obdachlose leben unter untragbaren gesundheitlichen und sozialen Bedingungen offiziell auf der Straße. Auch die 2.713 in Obdachlosenunterkünften sowie die 211 in stationären Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe gemeldeten BewohnerInnen sind mit teilweise unwürdigen Lebensbedingungen konfrontiert. Neben dem Bau neuer Sozialwohnungen ist es dringend nötig, müssen Notschlafstellen deutlich ausgeweitet werden. Hilfesuchende dürfen nicht abgewiesen werden, weil keine Kapazitäten frei sind.

Hilfreich wäre auch, endlich das Wohncontainer-Projekt des Vereins 'Kemenate Frauen Wohnen e.V.' voranzubringen, um die größte Not einer Zahl obdachloser Frauen zu lindern. Meine Unterstützung der Hamburger Nacht der Wohnungsnot werde ich durch meine persönliche Anwesenheit zum Ausdruck bringen."

Der stadtentwicklungspolitische Sprecher, Dr. Joachim Bischoff, ergänzt: "Die Obdachlosigkeit ist die skandalöse Konsequenz der gegenwärtigen Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik des Senats. Er hat zu verantworten, dass in dieser 'wachsenden Stadt' nicht genügend Wohnungen gebaut werden, der soziale Wohnungsbau völlig zum Erliegen gekommen ist, die SAGA GWG Wohnungen verkauft, die Mietexplosion vorantreibt und jährlich gut 100 Mio. Euro an die Stadtkasse abführen muss. Was die Menschen in unserer Stadt brauchen, ist keine 'Ankündigungspolitik' eines Herrn Ahlhaus, sondern sofortige Schritte zur Bekämpfung der Wohnungsnot. Von daher gilt meine volle Sympathie und politische Solidarität dem Hamburger Aktionsbündnis gegen Wohnungsnot und der Hamburger Nacht der Wohnungsnot."