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15. Februar 2011 Pressestelle

Leiharbeit: Linke fordert Klarheit, Verantwortung und Vernunft von Olaf Scholz

Hamburg hat viele traurige Rekorde, einer davon ist der Anteil von Leiharbeitern. Mit fast 31.000 Menschen arbeiten in der Hansestadt mehr unter diesen unsicheren und prekären Bedingungen als in jeder anderen Großstadt in Deutschland. DIE LINKE auf Bundesebene hat von Anfang an auf die Gefahren der Leiharbeit hingewiesen; sie vernichten reguläre Arbeitsplätze, haben Altersarmut zur Folge und entsolidarisieren die Belegschaft.

Die Hamburger Kandidatin zur Bürgerschaftswahl und Fraktionsvorsitzende Dora Heyenn lässt nicht locker:

Leiharbeit hat das Prinzip 'heuern und feuern' und ermöglicht Niedriglöhne. Das war alles nur möglich mit Einführung der Agenda 2010. Verantwortlich dafür ist auch der Bürgermeisterkandidat der SPD. Wir fordern Olaf Scholz auf, zu sozialdemokratischer Politik zurückzukehren und noch vor der Wahl zu sagen, wie er mit diesem Thema als Verantwortlicher im Senat umgehen will.

Die Leiharbeit hat ihre Alibifunktion im rot-grünen Gesamtpaket der Deregulierung des Arbeitsmarktes längst verloren, sie dient nicht der Abfederung von Produktionsspitzen sondern ist nichts anderes als Lohndrückerei. In anderen Ländern wird es ganz anders gehandhabt. In Frankreich z.B. müssen Unternehmen eine Flexibilitätsprämie für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter zahlen.

Dazu Dora Heyenn abschließend: „Als eine der ersten parlamentarischen Maßnahmen wird DIE LINKE in die nächste Legislaturperiode der Hamburgischen Bürgerschaft eine Bundesratsinitiative zur strikten Begrenzung der Leiharbeit und dem Prinzip "equal pay" ab dem ersten Arbeitstag einbringen. Wir sind sehr gespannt, wie ein Bürgermeister Olaf Scholz und die SPD darauf reagieren.