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28. Mai 2010 Bürgerschaftsfraktion

Leiharbeit im Einzelhandel: Protestkundgebung vor Toys´R´Us in Eidelstedt

Mit steigender Tendenz werden Leiharbeiter in vielen Hamburger Einzelhandelsfirmen für alltägliche Arbeiten eingesetzt. Dafür verdienen sie deutlich schlechter als ihre regulär beschäftigten Kollegen, da sie nur noch nach Leiharbeitstarif bezahlt werden. Große Arbeitsverdichtung, soziale Unsicherheit durch befristete Arbeitsverträge und ständig wechselnde Einsatzorte kommen als Belastungen zu den ohnehin schwierigen Arbeitsbedingungen im Einzelhandel hinzu.

TOYS`R`US in Eidelstedt hat Anfang des Jahres ein Viertel der Stammbelegschaft vor die Tür gesetzt und durch Leiharbeitnehmer ersetzt. Dagegen findet am Samstag, den 29.Mai 2010 um 10Uhr vor dem E-Center Hamburg Eidelstedt vor TOYS´R´US eine durch Ver.di initiierte Protestkundgebung statt.

Elisabeth Baum, gewerkschaftspolitische Sprecherin der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, wirbt für eine rege Beteiligung an der Eidelstedter Protestkundgebung gegen immer schlechtere Arbeitsbedingungen im Handel: "Hoffentlich nehmen auch viele Kollegen aus der Leiharbeitsbranche teil und stehen mit den Belegschaften zusammen - denn auch sie gehören zu uns. Es kann nicht sein, dass man diese Kollegen und Kolleginnen wie Menschen zweiter Klasse behandelt."

"Leiharbeit muss wieder das werden, als was sie ursprünglich gedacht war, ein Instrument zur Überbrückung von Spitzen. Dabei vergessen die Unternehmer nur gern den Grundsatz: 'Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit'. Wenn Arbeit im Einzelhandel anfällt, sollten die, die sie erledigen auch dementsprechend bezahlt werden und nicht über fragwürdige Konstruktionen um einen Teil ihres Lohnes geprellt", schließt Baum.