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8. Februar 2013 Bürgerschaftsfraktion

Lehrerarbeitszeitmodell endlich abschaffen!

Das vor nunmehr zehn Jahren eingeführte Hamburger Lehrerarbeitszeitmodell belastet nach wie vor die Lehrerinnen und Lehrer massiv. Der Senat bestreitet jedoch negative Auswirkungen auf die Qualität des Unterrichts und will an dem Modell festhalten. Dora Heyenn, schulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft, fordert die Abschaffung des Arbeitszeitmodells. „Warum wohl hat kein anderes Bundesland das Hamburger Modell übernommen? Weil es ungerecht, intransparent und ein Bürokratiemonster ist“, erklärt sie. Die LehrerInnen kämen oft nicht mehr dazu, ihren Unterricht richtig vorzubereiten, darunter litten sie und auch die SchülerInnen.

In seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE (Drs. 20/6711) erklärt der Senat, es gebe „keine Veranlassung für eine Überarbeitung“ des Lehrerarbeitszeitmodells, für alle in den letzten Jahren hinzugekommenen zusätzlichen Aufgaben gebe es genügend Lehrkräfte. Das Arbeitszeitmodell verhindere sogar explizit eine Verdichtung der außerunterrichtlichen Aufgaben, so der Senat in seiner Antwort. „Die Realität sieht ganz anders aus“, widerspricht Dora Heyenn. „Viele Lehrerinnen und Lehrer und auch ihre Verbände klagen über eine enorme Arbeitsverdichtung durch das Modell. Die Flickschustereien des Senats helfen da gar nicht, dieses Modell ist nicht reformierbar.

Einhellige Unterstützung für die Forderung nach der Abschaffung des Lehrerarbeitszeitmodells bekundeten zuletzt über 60 LehrerInnen auf einer Veranstaltung der GEW am Donnerstagabend, an der auch die schulpolitischen SprecherInnen aller fünf Bürgerschaftsfraktionen teilnahmen. Die LehrerInnen berichteten von enormer Arbeitsverdichtung und nannten das Modell „intransparent“, „ungerecht“ und „betrügerisch“. „Hamburg muss seinen bildungspolitischen Sonderweg beenden“, folgert Dora Heyenn. „Das Lehrerarbeitszeitmodell gehört endlich abgeschafft!