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15. März 2011 Bürgerschaftsfraktion

Leerstände sind kein Naturgesetz!

Zur heutigen Meldung in der Lokalpresse, dass in der HafenCity nach wie vor hohe Leerstände sowohl bei den Büros wie auch den Wohnungen zu verzeichnen seien, erklärt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE, Dr. Joachim Bischoff:

„Die ganze HafenCity ist von Anfang an eine Fehlplanung gewesen, die schon unter der dem SPD Bürgermeister Voscherau eingefädelt wurde. Die grundlegenden Weichenstellungen wurden weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit und des Parlaments betrieben, das Konzept der ‚wachsenden Stadt’ war vor allem Leuchtturmprojekten und den gut Situierten verpflichtet, immer mehr Bürogebäude und edle Eigentumswohnungen sind entstanden.“

Trotz eines Überhangs bei den Büroflächen von gut 10% bzw. weit über einer Million Quadratmeter Leerstand sowie eines Fehlbestandes  von 90.000  erschwinglichen Mietwohnungen (laut Marktbeobachtung von „Engel & Völkers“), ist die Stadt vertragliche Verpflichtungen eingegangen, etwaigen Büroleerstand auch noch durch die Verschiebung ganzer Behörden zu teureren Mietpreisen auszugleichen. Zudem thront über allem das Millionengrab Elbphilharmonie. Es wäre daher an der Zeit, eine Generalabrechnung vorzunehmen und für den noch zu bebauenden Teil der HafenCity die Planungen auf den Prüfstand zu stellen. Wir brauchen in dieser Stadt nicht noch mehr Leerstände an Büroflächen und teure Eigentumswohnungen, wir brauchen vor allem neue Sozialwohnungen in fünfstelliger Größenordnung.

„Die in Senatsverantwortung gekommene SPD hat jetzt die Chance, in der HafenCity und mit Blick auf die ‚Neue Mitte Altona’ einen Kurswechsel einzuleiten und Ernst zu machen, das Versprechen, jährlich 6.000 neue, günstige Wohnungen zu schaffen, einzulösen. Das Festhalten der neuen, SPD-geführten Landesregierung am Konzept der ‚wachsenden Stadt’ und ihrer Händelung als Unternehmen, lässt mich allerdings zweifeln“, kommentiert Dr. Bischoff abschließend.