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18. April 2011 Bürgerschaftsfraktion

LBK-Verkauf an Asklepios: Hamburg zahlt drauf

"Die Privatisierung der städtischen Krankenhäuser 2005 bringt nur dem Klinikkonzern Asklepios Vorteile", kommentiert Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Linksfraktion, die finanziellen Folgen des Klinikverkaufs. "Hamburg ist Spitze in der Privatisierung des Gesundheitswesens. Nur noch das UKE ist in städtischer Hand, deswegen fehlen dem Senat auch alle politisch Gestaltungsmöglichkeiten. Der Verkauf und seine Folgen sind ein finanzielles und menschliches Desaster. Offensichtlich hat sich außer der Linksfraktion niemand ernsthaft mit der Frage beschäftigt, warum es so viele LBK-RückkehrerInnen gibt?"

Einerseits gibt es einen Fachkräftemangel in der Pflege, andererseits aber zahlreiche RückkehrerInnen, die genau an diesen Stellen fehlen. Die Stadt ist zudem nicht in der Lage, sie unterzubringen, das zeigt der hohe Anteil von 50 Prozent an noch nicht fest vermittelten ehemaligen Beschäftigten des LBK. Das kostet die Stadt Millionen. Während die Kosten für die Ausgaben im Krankenhausbereich gedeckelt werden, die Anzahl der stationär zu versorgenden Patienten zunimmt, steigt die Arbeitsbelastung insbesondere der Pflegekräfte. "Müsste es also nicht eine besonders große Nachfrage an Pflegekräften geben?", fragt die fachpolitische Sprecherin. "Krankenhäuser in öffentlicher Hand sind nicht Profit orientiert, und die medizinische Versorgung ist vorrangig am Bedarf ausgerichtet. Wir fordern die Rekommunalisierung unserer Krankenhäuser - damit sie wieder im Dienst der Menschen stehen und nicht weiter die Melkkühe von Asklepios sind."