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26. November 2010 Bezirk Harburg

Late Night Shopping - „Sonntag gehört Mutti mir!“

Harburgs LINKE kritisiert ausgedehnte Ladenöffnungszeiten

Im Mai 1956 kämpfte der Deutsche Gewerkschaftsbund gegen die immer weitergehende Ökonomisierung des Familienlebens im Wirtschaftswunderland mit dem Slogan „Samstags gehört Vati mir!“. 50 Jahre später, am ersten September 2006, übertrug der Bund die Regelung der Ladenöffnungszeiten den Ländern. Und heute?

In Harburg konnte man am „Phoenix Center“ besonders gut sehen, wie die Schutzrechte der Arbeitnehmer und ihrer Familien immer weiter aufgeweicht werden sollten. Erst ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes gegen das Berliner Ladenschlussgesetz im Jahr 2009 stoppte die im Weihnachtsgeschäft zum Teil üblich gewordenen Öffnungszeiten bis 22 oder gar 24 Uhr.

Auch in diesem Jahr öffnet das Center am Samstag vor dem 1. Advent seine Tore wieder bis Mitternacht. Harburgs LINKE kritisiert diese Missachtung des Verfassungsgerichtsurteils aufs schärfste. „Der Sonntag gehört der Familie, dient der Erholung und dem sozialen Miteinander. Der Betreiber des Phoenix Centers versucht seinen Profit auf dem Rücken der Mitarbeiter und ihrer Familien zu vergrößern und missachtet dabei den Spruch der Verfassungsrichter. Das ist eine Sauerei!“ so Ralf Hagelstein, Sprecher der Harburger LINKEN.

„Die Mehrheit der Beschäftigten im Einzelhandel sind Frauen, ein großer Teil davon Mütter. Wenn diese erst mitten in der Nacht nach Hause kommen, wie sieht dann deren Sonntag aus?“ fragt Sabine Boeddinghaus, ebenfalls Sprecherin des Vorstandes. „Familien-feindliche Öffnungszeiten, überwiegend schlechte Bezahlung und unsichere Beschäftigungsverhältnisse; Gerecht geht anders!“. Klaus Lübberstedt, Bezirksabgeordneter der LINKEN ergänzt: „Statt einer Ausweitung der Ladenöffnungszeiten sollten die Unternehmen lieber die Löhne erhöhen, das würde nicht nur den Familien helfen, sondern auch Harburgs Wirtschaft. Der LINKEN ist das Wohlergehen der Menschen wichtiger, als der Profit einzelner“.