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13. April 2010 Jan van Aken

Kundus - Opfer und Hinterbliebene müssen endlich entschädigt werden

„Heute demonstrieren Opfer und Hinterbliebene des Bombenangriffs vom 4. September dafür, endlich entschädigt zu werden“, berichtet der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE Jan van Aken. Zur heutigen Demonstration in Kundus erklärt van Aken weiter:

„Seit mehr als sieben Monaten hält das Verteidigungsministerium die Opfer und Hinterbliebenen mit Versprechungen hin. Selbst eine „Soforthilfe“ ließ vier Monate auf sich warten. Verteidigungsminister zu Guttenberg und sein Ministerium verhöhnen die Opfer, wenn sie sich weiterhin weigern, die angekündigten Entschädigungen zu zahlen. Die Opfer und Hinterbliebenen sind auf kurz- und langfristige Hilfe angewiesen, viele haben ihre Ehemänner, Brüder, Söhne verloren und wissen nun nicht, wie sie sich und ihre Kinder versorgen sollen.

Die Bundesregierung hat mit der Zahlung der Soforthilfe im Prinzip den Anspruch der Opfer anerkannt. Den über 100 zivilen Opfern des Bombenangriffs jetzt aus politischem Kalkül eine echte Entschädigung zu verweigern, ist skrupellos und zeigt, wie wenig der Bundesregierung das öffentlich gern gezeigte Bedauern letztlich wert ist.

Am heutigen Mittag tragen Opfer und Hinterbliebene ihre Frustration und ihre Forderung nach schneller Entschädigung in Kundus auf die Straße. Ihre Demonstration richtet sich direkt an die Bundesregierung. Dass es soweit gekommen ist, ist beschämend.“