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14. Januar 2011 Bürgerschaftsfraktion

Kulturpolitik: Geld für Glitterevents trotz Kulturkahlschlag

"Man muss gar nicht an die Millionenausgaben für Elbphilharmonie denken, um festzustellen, dass der Senat kulturpolitisch weiterhin auf dem falschen Kurs segelt. Während die Hamburger Kulturlandschaft von der Kulturbehörde gerupft wurde, wird das Geld für Glitterevents verschleudert. Auch für die Preise und Veranstaltungen der Werbewirtschaft gibt es großzügige finanzielle Unterstützung", erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher.

Stolz verkündete der Kultursenator Stuth am Donnerstag im Kulturausschuss, dass sich die Gesamt-Unterstützung der Jazz-Musik in den letzten Jahren auf 203.000 Euro fast verdoppelt hätte. Die Ausgaben der Kulturbehörde für Veranstaltungen und Preisgelder, die aus den Antworten des Senats auf die Kleine Anfrage (Drs. 19/8275) von Norbert Hackbusch hervorgehen, offenbaren falsche Prioritäten in der Kulturpolitik.

Der Henri Nannen Preis wurde mit 100 000 Euro im Jahre 2010 unterstützt, während zusätzlich das Schauspielhaus gedrängt wurde, dem Verlagshaus Gruner + Jahr einen besonders günstigen Mietpreis zu geben. Auch der weithin unbekannte Webfuture-Preis erhielt Zuwendungen in Höhe von 45.000 Euro sowie der ebenso unbekannte Kress Award in Höhe von 20.000 Euro.