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18. Januar 2010 Bürgerschaftsfraktion

Kostensteigerungen bei der Elbphilharmonie: So fing es immer an ...

Mindestens 64 Baubehinderungsanzeigen durch Hochtief bei der Elbphilharmonie konnte die Stadt bis zum Ende des Jahres 2009 zählen. Natürlich werden diese noch verhandelt und natürlich hat die REGE diese der Sache und dem Grunde nach bisher nicht akzeptiert. Aber das sind die gleichen Formulierungen wie im Jahre 2008, als am Ende des Jahres die Verdreifachung der Kosten bekanntgegeben wurde. Damals waren es am Ende über 200 Behinderungsanzeigen.

"Die in der Planung vorgesehen 20 Mio. für Unvorhergesehenes sind schon für vorhersehbare Mehrausgaben v.a. für die Ausgestaltung des Konzertsaales (weiße Haut) halb aufgezehrt. Und dabei sind diese zentralen Aufgabenbereiche noch lange nicht gebaut", erklärt Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher.

Problematisch wird auch der Terminplan. Schon im Dezember betrugen die Rohbauverzüge acht Wochen. Plötzlich hören wir aus der Behörde keine Bestätigung mehr für den Termin Ende November 2011, sondern nur noch für die Eröffnung Mai 2012. Dabei war eine halbjährige Einspielung des Hauses für absolut notwendig erklärt worden.

Diese Entwicklungen bestätigen die Befürchtungen der Linken, dass in der Grundkonzeption des Hauses das Problem für die Kostenexplosion der Elbphilharmonie steckt und wir dementsprechend bis zur Fertigstellung weitere negative Überraschungen zu erwarten haben.

Diese Grundkonzepte zu durchleuchten wurde den Bürgerschaftsmitglieder trotz eines Aktenersuchens bisher nur teilweise gestattet: Die wichtigen Akten der REGE blieben unter Verschluss. Die Veränderung der Datenschutzrichtlinie der Bürgerschaft zum Ende des Jahres hat bisher immer noch nicht die versprochenen Akten den wenigen, nicht weiter erzählen dürfenden Menschen der Bürgerschaft zugänglich gemacht.

"Einige mögen sich an die ständig steigenden Kosten gewöhnt haben. Für die kulturellen und sozialen Projekte in dieser Stadt stellen sie aufgrund der rigiden Kürzungspolitik eine Provokation dar. Der Senat muss darstellen wie er diese zusätzlichen Kosten ohne Schaden für kulturelle und soziale Infrastruktur dieser Stadt tragen will", so Hackbusch abschließend.