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8. Juli 2014 Bürgerschaftsfraktion

Koloniales Erbe

Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Der Senat hat heute – mit erheblicher Verspätung, aber immerhin – sein Konzept zur Aufarbeitung der Kolonialgeschichte Hamburgs vorgelegt. Selbstverständlich begrüßt dies auch die Fraktion DIE LINKE. Allerdings erwähnt der Senat mit keinem Wort die Beteiligung zivilgesellschaftlicher AkteurInnen bei der Umsetzung des Konzepts. Hierzu hatte die Bürgerschaft aber einen klaren Auftrag erteilt (vgl. Drs. 20/8148). „Ich finde es vollkommen unverständlich, dass hier ein postkoloniales Erinnerungskonzept vorgestellt wird, ohne die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger mit afrikanischer Einwanderungsgeschichte zu erwähnen“, kritisiert Norbert Hackbusch, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Hat der Senat vergessen, dass überhaupt erst die jahrelange Arbeit etwa der ,Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland‘ oder des ,Arbeitskreis Postkolonial‘ den Anstoß für die Aufarbeitung dieses Kapitels Hamburger Geschichte gegeben haben? Der Senat war außerdem aufgefordert, bis Ende 2013 über erste Ergebnisse zu berichten. Das hat er versäumt und verabschiedet stattdessen jetzt ohne weitere Diskussionen ein Konzept. Das ist kein guter Stil!“