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20. Oktober 2010 Bürgerschaftsfraktion

Kitakonferenz DIE LINKE: „Klugscheißer früh fördern: Bildung von Anfang an – für alle!“

Am kommenden Wochenende den Samstag den 22. und Sonntag den 23. Oktober führt die Fraktion DIE LINKE eine für alle offen stehende Kitakonferenz unter dem Motto „Klugscheißer früh fördern: Bildung von Anfang an – für alle!“ in den Räumen der Louise Schröder Schule in Hamburg Altona durch.

Während der Senat Leistungen kürzt und die Kita-Gebühren erhöht, setzt die Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft bei der frühkindlichen Bildung einen Schwerpunkt. Gemeinsam mit Vertretern der Gewerkschaften, des Landeselternausschusses, Betriebsräten, Wissenschaftlern und Interessierten informiert sich und diskutiert DIE LINKE über den Bildungsbegriff, frühkindliche Bildung, die Lage der Kitas, das Kita-Gutscheinsystem und dessen Folgen.

Referenten auf der Kitakonferenz sind unter anderem Klaus Bullan (GEW Vorsitzender), Ulli Wöckner (Betriebsratsvorsitzender Vereinigung Hamburger Kindertagesstätten), Prof. Tim Kunstreich (FH Rauhes Haus) und Ole Vollertsen (Landeselternausschuss LEA).
„DIE LINKE begreift sich als lernende Partei. Gemeinsam mit Eltern, Wissenschaftlern und Betriebsräten wollen wir für ein besseres Verständnis für frühkindliche Bildungsprozesse sorgen und daraus Vorstellungen und Kriterien für eine bessere Kita entwickeln. Die Referate und das Podium werden mit Absicht in der Hauptsache von den Vertretern der sozialen Bewegungen und mit Wissenschaftlern besetzt“ erklärt Mehmet Yildiz, Sprecher für Kinder und Jugend.

Die Konferenz stellt bewusst den Bildungsbegriff und die Bedeutung der frühkindlichen Bildung an den Anfang. Die Ausstattung der Kitas darf aus Sicht DER LINKEN keine Frage der aktuellen Haushaltslage sein. Dazu erläutert die Fraktionsvorsitzende Dora Heyenn: „Mit der Kita wird in die Zukunft der Gesellschaft investiert. Der Zugang zu Bildung von der Kita bis zur Uni muss für alle gleich gewährleistet sein. Aus Sicht der Linken muss Bildung grundsätzlich gebührenfrei sein und über Steuern finanziert werden. DIE LINKE wird sich dafür stark machen, dass es für ein solches Projekt bei den Hamburger die Bereitschaft gibt auch höhere Steuern zu zahlen.“

Die Umorientierung von Kita-Gebühren hin zur Steuerfinanzierung wie der LEA es fordert wird auf der Konferenz ebenfalls diskutiert werden. Aus Sicht der Fraktion DIE LINKE ist dies auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. So stellt Yildiz weiter fest: „Im Regelsatz der Kinder sind solche Gebühren gar nicht berücksichtigt. Die Fraktion DIE LINKE fordert für diese Gruppe deshalb den sofortigen Einstieg in die Gebührenfreiheit und hatte dazu auch schon einen Antrag in der Hamburger Bürgerschaft gestellt.“

„Wir wollen gezielt in frühkindliche Bildung investieren und diesen Bereich zu einem Schwerpunkt unserer Politik machen. Damit werden wir der steigenden Bedeutung dieses Bereichs gerecht. Wer die Berufstätigkeit der Frauen will, muss qualitativ hochwertige Kinderbetreuung zur Verfügung stellen. Und wer will, dass alle Kinder die deutsche Sprache schon in der ersten Klasse beherrschen, der schafft einen Rechtsanspruch für alle Kinder ab dem 1. Lebensjahr“, so Yildiz weiter.

„Bildung von an Anfang an – für alle“ wird nicht auf einen Schlag eingeführt, sondern erfordert einen langfristigen Umbau des jetzigen Kitagutscheinsystems. Die Volksinitiative des Landeselternauschusses (LEA) „(Früh-)kindliche Bildung ist ein Grundrecht“ wird deshalb von der LINKEN unterstützt. Dazu erklärt Mehmet Yildiz: „Diese Initiative ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Zumindest alle zweijährigen Kinder sollten wie in Berlin einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz haben. Was das ärmere Berlin im Herbst 2009 gemeinsam mit dem dortigen Landeselternausschuss auf den Weg gebracht hat, sollte auch im reicheren Hamburg möglich sein. Es fehlt der politische Wille bei der derzeitigen schwarz-grünen Regierung.“

„Ein Großteil der Kinder verbringt schon jetzt einen großen Teil seines Alltages in Kindertageseinrichtungen. Dies ist der Ort, an dem Kinder auf Kinder treffen, Freundschaften schließen und verlässliche Bezugspersonen brauchen. Auch aus diesem Grund fordert  DIE LINKE eine qualitativ hochwertige Kita-Betreuung und keine Aufbewahrungsorte für Kinder, deren Eltern arbeiten müssen. Dazu braucht es gut ausgebildete Beschäftigte, die sich um jedes Kind kümmern können. Gute Arbeitsbedingungen für Beschäftigte sind die Grundlage für eine gute Betreuung unserer Kinder. Beschäftigte am Rande ihrer Kräfte sind auch für Eltern und Kinder eine Katastrophe“, schließt Dora Heyenn.