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11. August 2009 Bürgerschaftsfraktion

Keine Verständigung bei Hapag Lloyd

Die Anteilseigner der angeschlagenen Reederei Hapag-Lloyd haben sich bislang nicht auf eine Lösung der Finanzprobleme einigen können. Hapag Lloyd hat ein Sanierungskonzept für die nächsten Jahre entwickelt und will  dafür eine  Bürgerschaft von der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 1Mrd. €uro Bedingung für diese Bürgschaft ist eine Kapitalerhöhung durch die Anteileigner  sowie ein  Sanierungsbeitrag durch die Belegschaft.

Nach einer Aufsichtsratssitzung wurde erklärt:  die Anteilseigner befänden sich "in fortgeschrittenen, konstruktiven Gesprächen" über die Finanzierung. Der Aufsichtsrat stimmte dem Sanierungskonzept  grundsätzlich zu. Eine Erhöhung des  Eigenkapitals ist  Voraussetzung für die Beantragung von Staatsbürgschaften.

Das Unternehmen gehört zu 43 Prozent dem TUI-Konzern, den Rest teilt sich die Investorengruppe "Albert Ballin", zu der Kühne, die Stadt Hamburg, die Privatbank M.M. Warburg, die Hanse Merkur, die Signal Iduna und die HSH Nordbank zählen. Das Konsortium ist zerstritten. Auch die Stadt Hamburg tut sich mit der Finanzierung schwer.

Dazu erklärt der Finanz- und Haushaltsexperte der Linksfraktion Dr. Joachim Bischoff: „Kühne will weitere Zugeständnisse von TUI. TUI soll auf einen Teil seiner Darlehen verzichten oder sie in nicht vollwertiges Hapag-Lloyd-Eigenkapital umwandeln.  Es geht um eine gute Milliarde an Schulden, die Hapag-Lloyd bei TUI hat - sie sollen von hoch verzinslichen Darlehen in bedingte Forderungen gewandelt werden. Es ist wenig überzeugend, wenn Kühne weitere Zugeständnisse von TUI fordert. Erst hat Kühne von Oktober 2008 bis März   2009 die Verhandlungen über die Ablösung von  Hapag Lloyd strapaziert. Dann hat sich Kühne nicht an dem Übergangskredit von 330 Millionen Euro beteiligt.  Jetzt wird die Verhandlung mit weiteren Forderungen belastet die Kühne schon in der Vergangenheit hat nicht durchsetzen können. Es ist unverantwortlich, dass Kühne in dieser Weise die Zukunft von tausenden Arbeitsplätzen in der Region gefährdet.“