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3. Juli 2014 Bürgerschaftsfraktion

Keine Schließung des Studiengangs Lehramt Türkisch!

Dora Heyenn: Keine Schließung des Studiengangs Lehramt Türkisch!

An der Universität Hamburg soll der Studiengang Lehramt Türkisch nach 20 Jahren abgeschafft werden. „Und das obwohl in Hamburg jedes zweite Kind, das eingeschult wird, einen Migrationshintergrund hat, am häufigsten einen türkischen“, kritisierte in der heutigen Aktuellen Stunde Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die das Thema zur Debatte angemeldet hat. „15.000 Schüler und Schülerinnen sprechen in ihren Familien und sozialen Zusammenhängen Türkisch, die am zweitmeisten gesprochene Sprache in der Hansestadt. Und in den Leitlinien der Behörde für Schule und Berufsbildung ist formuliert, dass die Herkunftssprachen an den allgemeinbildenden Schulen gestärkt und mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund für die Arbeit im Schuldienst gewonnen werden sollen.“ Die Streichung des Studiengangs verhindere das aber.

„Dafür muss man schon verdammt gute Gründe haben“, sagte Dora Heyen. Mangelnde finanzielle und personelle Ressourcen seien kein Grund für eine Streichung, sondern im Gegenteil für eine lange überfällige Stärkung des Studiengangs. „Auch die Behauptung, die Nachfrage von Studierenden sei zu gering, ist nicht richtig.  Viele BewerberInnen werden durch den Numerus Clausus von 1,5 vom Lehramtsstudium abgehalten. Wenn die Studienplätze nicht besetzt werden können, dann ist ein NC widersinnig! Dass viele Studierende Interesse am Türkisch-Studium haben wird auch daran deutlich, dass sich aktuell128 für Bachelor- und Master-Studiengänge eingeschrieben haben.“

Die Bildungspolitikerin betonte, wie wichtig es gesellschaftspolitisch und pädagogisch sei, das Fach Türkisch für Lehramt zu erhalten und auszubauen. Sie zitierte die Vorsitzende der Türkischen Gemeinde Hamburg und Umgebung: „Hierzu benötigen wir den Willen aller Verantwortlichen: der Fakultäts- und der Universitätsspitze, der Behörde für Wissen und Forschung sowie des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.“ Dora Heyenn fügte hinzu: „Auch die Bürgerschaft sollte eindeutig ihren Willen dazu artikulieren!“