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10. November 2010 Bürgerschaftsfraktion

Keine Kürzungen im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Ein Viertel aller Kinder in Hamburg weist schwere gesundheitliche Probleme auf

Die Linksfraktion stellt zu morgigen Bürgerschaftssitzung einen Antrag zur Sicherung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGB), speziell zur Kinder- und Jugendgesundheit in Hamburg, zur Abstimmung (Drs. 19/7434). "Wir machen mit unserem Antrag auf Defizite und deren Ursachen in der gesundheitlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aufmerksam sowie auf die Ungleichheit von Gesundheitschancen in der Gesellschaft", erklärt Kersten Artus, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion.

Während laut der ersten Gesundheitszielkonferenz Hamburg am 21. Oktober diesen Jahres 75 Prozent der Kinder in Hamburg gesund aufwachsen, haben etwa 25 Prozent aller Kinder motorische oder/und psychische Störungen. Bei über 30 Prozent der Erstklässler ist der Zahnstatus unbefriedigend, Tendenz steigend. Dennoch will der Senat den Rotstift beim schulzahnärztlichen Dienst ansetzen und 360.000 Euro wegkürzen. Das bedeutet, 3,5 Planstellen zu streichen, oder, wie Herr Senator Wersich meint, "lediglich" eine Frequenzreduzierung der schulzahnärztlichen Untersuchungen.

"Offensichtlich weiß er nicht, was er da tut", sagt Artus. "Der schulärztliche und schulzahnärztliche Dienst sind ein unverzichtbarer Bestandteil des ÖGB, da er bevölkerungsmedizinische und sozialkompensatorische Aufgaben wahrnimmt." Reihenuntersuchungen, wie sie die Schuleingangsuntersuchung darstellt, werden regelmäßig durch ÄrztInnen und ZahnärztInnen im ÖGB durchgeführt. Sie erbringen mit ihren regelmäßigen Reihenuntersuchungen im Kindergarten, in der Schule medizinische Leistungen. Diese sind unspektakulär und werden deshalb leider nicht entsprechend ihrer großen Bedeutung von der Öffentlichkeit wahrgenommen.

"Für die weitere gesundheitliche Entwicklung der Kinder, aber auch zur Verhinderung von Epidemien, ist die Arbeit der Schulärztinnen und Schulärzte bevölkerungsmedizinisch von herausragender Bedeutung. Hier darf der Rotstift auf keinen Fall angesetzt werden", schließt Artus.

Dateien:
Antrag_19-7434.pdf11.4 K