Zurück zur Startseite
Autor/inn/en:
Anke

Kontakt zur Pressestelle

DIE LINKE,
Landesverband Hamburg
Pressestelle,
Martin Wittmaack
Wendenstr. 6 • 20097 Hamburg
presse@die-linke-hamburg.de
+49 -(0)176 - 600 22 592

 
13. September 2013 Fraktion Wandsbek

Keine Einsparungen in der Wandsbeker Erziehungsberatung – einen fairen Umgang mit den Freien Trägern!


Linksfraktion Wandsbek reicht Debattenantrag für die Bezirksversammlung am 19.09.2013 ein.

Anfang September hat das bezirkliche Jugendamt sowohl die Freien Träger als auch in einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses zu später Stunde über eine Neuausrichtung der Erziehungsberatung informiert. Die Veränderungen wurden ohne Einbeziehung der Beteiligten erarbeitet und sollen bereits zum 01.01.2014 in Kraft treten. Es werden jährlich 1,82 Millionen Euro eingespart. Nicht nur wird die Qualität der Erziehungsberatung deutlich leiden, auch sind viele freie Träger der Erziehungsberatung durch die Kürzungen von der Existenz bedroht.

Besonders kurios: Vor wenigen Jahren hat das Jugendamt in Wandsbek die freien Träger noch gebeten, weitere Standorte zu eröffnen, um den Bedarf zu bedienen. Genau diese Standorte sollen nun geschlossen werden. In einem Interessenbekundungsverfahren dürfen sich die freien Träger nun nur noch auf drei Standorte bewerben.

Julian Georg, Fraktionsvorsitzender: „Wir kritisieren das Verfahren, insbesondere die unzureichende Einbindung der Freien Träger und des zuständigen Jugendhilfeausschusses. Solch eine Entscheidung, die große Auswirkungen auf die Jugendhilfelandschaft im Bezirk haben wird, muss frühzeitig mit allen Beteiligten besprochen werden. Wir fordern das Bezirksamt auf, das Interessenbekundungsverfahren so lange auszusetzen, bis alle Beteiligten im Jugendhilfeausschuss miteinander ins Gespräch gekommensind. Eine Entscheidung ohne Einbezug der fachlichen Expertise im Bezirk zeigt die Unsinnigkeit der Maßnahme. Sollte es zu diesen Standortstreichungen und Personalkürzungen kommen, so ist das ganze soziale Gefüge in den Stadtteilen bedroht.

Die Linksfraktion Wandsbek sieht in dieser Maßnahme ein weiteres Kapitel der unsozialen Kürzungspolitik des Senats.

DerSPD-Senat spart den Bezirk kaputt. Wir fordern das Bezirksamt auf, tätig zu werden im Interesse der Jugendhilfe im Bezirk. Das Interessensbekundungsverfahren muss so lange ausgesetzt werden, bis alle Beteiligten angehört wurden Zudem sollen auch die Standorte Wandsbek-Kern und Bramfeld erhalten bleiben, womit die Empfehlung der Bundeskonferenz der Erziehungshilfe, eine Beratungsstelle auf 50.000 Einwohner einzurichten, berücksichtigt wäre. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass vor drei Jahren die Freien Träger gebeten wurden, aufgrund eines hohen Bedarfs weitere Standorte anzubieten, erscheint diese Schließung der Standorte nun unsinnig, da der Bedarf wieder gestiegen ist“, so Georg abschließend.

Für Rückfragen:
Julian Georg, Fraktionsvorsitzender - 0176/ 216 755 28 – julian.georg@linksfraktion-wandsbek.de
DIE LINKE. Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek
Wandsbeker Chaussee 286
22089 Hamburg