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29. September 2011 Bürgerschaftsfraktion

Karoviertel: Treuhandeigentum in Genossenschaftsverwaltung überführen!

Ende 2012 läuft im Karoviertel die Sanierungsbindung und die Verwaltung der treuhänderischen Eigentumsverwaltung durch die "Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft mbH" (STEG) aus. Diese Perspektive, aber auch die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren, die umstrittene Rolle der 1989 als städtische Gesellschaft gegründeten und seit 2003 privatwirtschaftlich agierenden STEG sorgt im Quartier mit seinen knapp 3.900 BewohnerInnen in 2.400 Haushalten für wachsende Unruhe. Der Umgang mit dem bisher treuhän-derisch verwalteten Bestand - es handelt sich dabei immerhin um ca. 900 Wohn- und 300 Gewerbeeinheiten - ist von grundlegender Bedeutung für die weitere Entwicklung des Quartiers.

Anlässlich der heutigen Debatte in der Hamburgischen Bürgerschaft um die Zukunft des Karoviertels erklärt Dr. Joachim Bischoff, der wohnungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft:

"Die gegenwärtige Unruhe im Quartier ist gut nachvollziehbar, ist doch die Perspektive des Umgangs mit dem Treuhandeigentum von zentraler Bedeutung für die Zukunft des Gebäudebestandes, die Wohnperspektive und die soziale Absicherung von mehr als 2.000 Menschen sowie die Entwicklung des Viertels insgesamt. DIE LINKE unterstützt den aus dem Viertel kommenden Ansatz, eine genossenschaftliche Lösung anzuvisieren. Dadurch kann am besten gewährleistet werden, dass Wohnen auch in weiterer Zukunft dem renditeorientierten Wohnungsmarkt entzogen bleibt. Von der Stadt ist daher zu verlangen, die ,Initiative zur Gründung der Mietergenossenschaft Karoviertel' bestmöglich zu beraten und zu begleiten.

Der Vorschlag der SPD, den Bestand der SAGA GWG zu übertragen, überzeugt uns nicht. Die Ausrichtung dieses Wohnungsunternehmens war in den letzten Jahren zu sehr darauf bedacht, sich als ein profitables Wohnungsunternehmen zu präsentieren."