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1. Dezember 2010 Bürgerschaftsfraktion

Kältetote in der Stadt der Einkommensmillionäre? Notunterkünfte überfüllt

Die Lage in den Notunterkünften ist dramatisch: Obdachlose werden bei zehn Grad Minus abgewiesen, da die Winternotquartiere längst überfüllt sind. Die Sozialverbände schlagen Alarm und fordern Sofortmaßnahmen.

"Wer jetzt nicht handelt macht sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig. Die Stadt ist verpflichtet Unterkünfte zur Verfügung zu stellen. Es ist seit dem Sommer bekannt, dass die Unterkünfte überfüllt sind. Es ist eine tödliche Ignoranz und Verantwortungslosigkeit des Senats und der Behörde bei dieser gefährlichen Kälte die Problematik auszusitzen und darauf zu hoffen, dass sich die Situation von selbst regeln wird", kritisiert Dr. Joachim Bischoff, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion DIE LINKE.

Es werden dringend kurzfristige Lösungen benötigt. Die Sozialverbände fordern daher als Sofortmaßnahme Hotelzimmer anzumieten sowie ein beheiztes Großzelt in der Innenstadt aufzubauen. Dafür ist auch eine kurzfristige Aufstockung des Betreuungspersonals notwendig.

Mittelfristig können innerhalb weniger Wochen leer stehende Schulen wie beispielsweise die Schule an der Katharinenkirche und in Barmbek Süd für das Winternotprogramm instand gesetzt werden. Auch die Notunterkunft am Alsterberg die noch in diesem Winter öffnen soll, muss kurzfristig Plätze für das Winternotprogramm anbieten. Zudem benötigt Hamburg die Aufstockung der Notunterkünfte um 1000 menschenwürdige Plätze. Achtbettzimmer haben sich für die oftmals kranken Menschen mit multiplen Problemen als nicht geeignet erwiesen.