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20. Mai 2010 Bürgerschaftsfraktion

Jugendgewalt als Folge von Ausgrenzung

Die jüngste Tat, bei dem ein 19 jähriger Schüler am 15. Mai ums Leben kam, ist an Tragik kaum zu übertreffen. Das Opfer wurde am Freitagabend am U-Bahnhof Jungfernstieg von mehreren jugendlichen Tätern angegriffen und tödlich verletzt. Dringend tatverdächtig sind fünf Jugendliche im Alter zwischen 16 und 18. Die Linksfraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft bedauert diesen schrecklichen Fall, ruft aber zu Besonnenheit auf.

Dazu erklärt Mehmet Yildiz, kinder- und jugendpolitischer Sprecher: "Wir möchten der Familie und den Freunden des Opfers unser Beileid aussprechen. Dieser tragische Vorfall zeigt erneut, dass es in unserer Stadt jugendpolitisch erhebliche Probleme gibt, die unbedingt gelöst werden müssen."

Die Linksfraktion sieht die Lösung des Problems nicht in härteren Sanktionen oder der Verschärfung des Jugendstrafrechts, denn diese Maßnahmen ändern nichts an den Ursachen: Gerade sozial benachteiligte Kinder aus so genannten Problemvierteln haben immer seltener die Chance auf einen Schulabschluss, eine Ausbildung oder reguläre Arbeit. Diese Perspektivlosigkeit äußert sich vermehrt auch durch Straftaten.

Statt diesen Jugendlichen bessere Perspektiven durch Bildung, Ausbildung und soziale sowie kulturelle Angebote zu eröffnen passiert genau das Gegenteil. Die Jugendarbeitslosigkeit steigt immer weiter, Jugendhäuser und -clubs sind mangels Förderung von der Schließung bedroht, in der offenen Kinder- und Jugendarbeit wird immer mehr gekürzt, während die Gelder in die Elbphilharmonie, die U4 oder die HSH Nordbank gesteckt werden.

"Deshalb fordert DIE LINKE ein Umdenken in der Jugendpolitik. Es ist unsere Pflicht, diesen Kindern und Jugendlichen eine Zukunftsaussicht zu ermöglichen, nur so werden wir dem Problem Herr. Dazu gehört auch, die Schere zwischen arm und reich zu schließen", so Yildiz abschließend.