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15. Mai 2012 Bürgerschaftsfraktion

Jugendberufsagenturen schaffen keine Ausbildungsplätze

Anlässlich der Pressekonferenz von Sozialsenator Scheele und Schulsenator Rabe zur Einrichtung von Jugendberufsagenturen in Hamburg erklärt Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft:

"Der SPD-Senat verspricht vollmundig: 'Alle Jugendlichen sollen entweder das Abitur oder einen Berufsabschluss erwerben.' So wird das aber nicht klappen. Der Senat selbst hat auf Drängen der Linksfraktion zugegeben, dass in Hamburg nicht einmal 30 Prozent der Jugendlichen mit Haupt- und Realschulabschluss einen Ausbildungsplatz finden."

Tatsächlich wird der weitaus größte Teil der Jugendlichen in Warteschleifen wie die Berufs-vorbereitungs- und Berufsfachschulen abgeschoben. Heyenn: "Was in Hamburg fehlt, sind Tausende von Ausbildungsplätzen, aber keine Jugendberufsagenturen. Jugendberufsagenturen schaffen keinen einzigen Ausbildungsplatz."

Die Jugendberufsagenturen lenkten nur von den fehlenden Ausbildungsplätzen ab: "Sie suggerieren, dass es an Defiziten bei den Jugendlichen läge, wenn sie keinen Ausbildungsplatz finden." Die Verantwortung von Politik und Wirtschaft werde so auf die Jugendlichen abgeschoben. "Der Senat muss endlich Ausbildungsplätze schaffen. Zum Beispiel muss das Hamburger Ausbildungsmodell mit nur etwa 100 Plätzen deutlich ausgeweitet werden", fordert Heyenn.

Die Linksfraktion hat jetzt eine Anfrage an den Senat zur Jugendberufsagentur gerichtet (siehe Anhang). Gefragt wird unter anderem: "Welchen Beitrag können Jugendberufsagenturen zur Linderung der Ausbildungsmisere leisten?" und "Wie viele Jugendliche meint der Senat, durch Jugendberufsagenturen zusätzlich in Ausbildung bringen zu können?"