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3. September 2012 Bürgerschaftsfraktion

Jugendberufsagentur: Hamburger Jugendliche brauchen Ausbildungsplätze!

Zur heutigen Eröffnung der ersten Jugendberufsagentur in Hamburg durch Bürgermeister Olaf Scholz erklärt Dora Heyenn, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

"Mit Jugendberufsagenturen werden keine neuen Ausbildungsplätze geschaffen. Die SPD hat vor der Wahl versprochen, dass alle jungen Erwachsenen in Hamburg entweder das Abitur machen oder eine klassische Berufsausbildung absolvieren.' Nun gibt der SPD-Senat selbst zu, dass, nur ein kleinerer Teil der Schulabsolventen direkt in Ausbildung' geht. Nur 21 % der Jugendlichen mit Hauptschulabschluss und 26 % der Jugendlichen mit Realschulabschluss bekommen nach Schulende eine Lehrstelle. In Hamburg fehlen tausende von Ausbildungsplätzen. Der Ansatz, dass keine Jugendlicher verloren gehen soll, ist lobenswert. Auf Nachfragen der Fraktion DIE LINKE war dieses Problem in der letzten Legislaturperiode zutage getreten.

Wichtig ist, dass alle Jugendlichen beraten werden, was sie nach der Schule für Möglichkeiten haben. Es darf aber nicht in Verfolgungsbetreuung ausarten. Die Gefahr, die sich abzeichnet, besteht darin, dass Jugendliche die Wahl haben, entweder die Angebote anzunehmen oder mit Sanktionen rechnen müssen. Auch datenschutzrechtlich hat DIE LINKE Bedenken. Es kann doch nicht sein, dass Eltern für ihre Kinder in der 8. Klasse eine Genehmigung abgeben und die Daten ihrer Kinder dann bis zum 25. Lebensjahr zur Verfügung stehen."