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13. Oktober 2015 Bürgerschaftsfraktion

Jetzt Flüchtlingsbeschulung und damit Inklusion sichern!

In der morgigen Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft beantragt die Fraktion DIE LINKE einen umfassenden Katalog von Maßnahmen zur Deckung der dringendsten, tatsächlichen Bedarfe der Flüchtlingsbeschulung (Drs. 21/1770). „Unsere Forderungen an ein gut aufgestelltes Regelsystem Schule, das allen Kindern im Sinne einer gelungenen Inklusion gerecht werden muss, haben wir gemeinsam mit ExpertInnen vor Ort entwickelt“, betont Sabine Boeddinghaus, Vorsitzende und Schulexpertin der Fraktion. Die nötigen Maßnahmen reichen von einer psychologischen Erstversorgungsphase, die je nach individueller Traumatisierung durch Krieg und Flucht der Beschulung vorgeschalten werden soll, über die Zuhilfenahme von Kompetenzen aus Schule und Bildung unter den Geflüchteten selbst als Fachkräfte mit kultureller Vermittlungsfunktion in der Beschulung bis hin zur generellen Ganztagsbetreuung für alle geflüchteten Kinder und Jugendlichen.

„Vor allem braucht es, auch wenn es der Senat nicht hören will, selbstverständlich mehr Mittel und Personal, zusätzliche Ressourcen für die Flüchtlingsbeschulung an den Schulen, aber eben auch mehr Konzept und Koordination“, so Boeddinghaus. Gerade zur Ausstattung und Begleitung der Lehrkräfte in IVK und Basisklassen brauche es zwingend KoordinatorInnen aus der Lehrerschaft, die als Schnittstelle zwischen Schule und Verwaltung die Bedarfe dieser Klassen organisieren können.

„Die erfolgreiche Inklusion dieser derzeit etwa 3000 jungen Menschen in unsere Arbeitswelt und unsere gesamte Gesellschaft steht und fällt mit dem Gelingen ihrer schulischen Bildung“, betont die Bildungsexpertin. „Deshalb ist gerade jetzt der Augenblick, um die Beschulung endlich konsequent und richtig anzugehen. Der Senat ist in der Pflicht dafür zu sorgen, dass alle Regeleinrichtungen die Flüchtlingsbeschulung so gut wie irgend möglich leisten können. Deshalb erwarte ich auch, dass unser Antrag an die ExpertInnen im Schulausschuss der Bürgerschaft überwiesen wird, um dort von allen Parteien besprochen zu werden.“