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9. August 2015 Fraktion Wandsbek

Jenfelder Au – kein Platz für Flüchtlinge


Das Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne soll nach Senatsangabe
für hochwertigen Wohnungsbau freigehalten werden
Wir wollen nicht und wir sagen nichts – das ist das Ergebnis einer Anfrage (Bü-Drs. 21/1169) zur Jenfelder Au, die in diesen Tagen vom Senat beantwortet wurde.Während sich im benachbarten Jenfelder Moorpark 700 Flüchtlinge in Zelten drängen, liegen weite Teile des ehemaligen Kasernengeländes brach. Seit 2012 versucht der Senat, Investoren für eine hochwertige Wohnbebauung zu finden. Verkauft wurden bis heute gerade mal 6.000 qm. Für den überwiegenden Teil der Fläche gibt der Senat an, dass eine „Anhandgabe in Vorbereitung“ oder eine „Vergabe in Planung für 2016“ sei.


Dazu Rainer Behrens, Bezirksabgeordneter und planungspolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Das sind Worthülsen, die keinerlei Verbindlichkeit haben. Seit geraumer Zeit beobachten wir den schleppenden Verkauf dieses hochgelobten Wohnquartiers. Die Stadt sucht dringend nach Standorten für Flüchtlingsunterkünfte. Hier wäre Gelegenheit, in einem überschaubaren Bereich Wohncontainer für 2 oder 3 Jahre zu errichten. Noch besser wäre es, wenn unter dem Druck der Flüchtlingszahlen der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen auf der Jenfelder Au erhöht werden könnte.“
Seit Beginn der Vermarktung verfolgt die Linksfraktion Wandsbek den zögerlichen Grundstücksverkauf mit großer Sorge.

„Vielleicht ist die Zeit gekommen, dass Senat und alle Beteiligten den Flüchtlingen auch auf der Jenfelder Au eine Chance und zumindest vorübergehend eine Heimstatt geben“, so Rainer Behrens abschließend.

 

 

Für Rückfragen:

Rainer Behrens, Tel.: 040/ 607 11 65 rainer.behrens@linksfraktion‐wandsbek.de