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24. August 2015 Fraktion Wandsbek

Jenfelder Au – kein Platz für Flüchtlinge II

Der Senat weigert sich das Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kasernezur Verfügung zu stellen

In Hamburg werden händeringend Flächen für Flüchtlingsunterkünfte gesucht. Der Senat weigert sich aber weiterhin, Flächen auf der Jenfelder Au ernsthaft in eine Prüfung einzubeziehen. Dies geht aus einer Anfrage der Abgeordneten Christiane Schneider und Heike Sudmann hervor (Drs. 21-1284).

Das gesamte für Wohnbebauung auf der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne vorgesehene Areal umfasst eine Fläche von 11 ha. Hinzu kommen ca. 4,6 ha für Gewerbeflächen. Seit 2012 versucht der Senat, diese Flächen zu verkaufen und hochwertigen Wohnungsbau zu errichten. Bis heute ist das mit gut 6.000 qm nur zu einem verschwindend geringen Anteil gelungen.

…Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen…Ein konkreter Zeitpunkt steht noch nicht fest . Diese Aussagen des Senats ziehen sich durch die gesamte beantwortete Anfrage. Für die Flächen, die der Senat mit „Anhandgabe in Vorbereitung“ bezeichnet, müssen die Bedingungen in Verhandlungen mit den Investoren noch geklärt werden. Für die Baufelder im östlichen Bereich, die mit „Vergabe in Planung 2016“ bezeichnet werden, sind die Planungen laut Senat noch nicht abgeschlossen. Der Verkauf dieser Flächen soll nach Herstellung der Hochbaureife im Jahr 2016 erfolgen.

Auch eine nur temporäre Nutzung von Teilflächen im östlichen Bereich für die Aufstellung von Wohncontainern wird abgelehnt, da auf den dortigen Flächen bis zum Frühjahr 2016 Erschließungsarbeiten durchgeführt würden.

Dazu Rainer Behrens, Bezirksabgeordneter und planungspolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Die Zeltunterkünfte in Wandsbek, besonders im Jenfelder Moorpark, müssen ersetzt werden. Die Antwort des Senats enthält wiederum keine konkreten, nachprüfbaren Argumente gegen eine Zwischennutzung von 2-3 Jahren für ein Containerdorf für Flüchtlinge. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Interessenkonflikte und unterschiedliche Kenntnisstände verschiedener Behörden eine Rolle spielen. Es ist für mich unfassbar, wie sich der Senat mit Händen und Füßen gegen eine vorübergehende Nutzung dieser Fläche als Wohnunterkunft für Flüchtlinge wehrt.“

 

 

 

Für Rückfragen:

Rainer Behrens, Tel.: 040/ 607 11 65 rainer.behrens@linksfraktion‐wandsbek.de