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9. Dezember 2014 Bürgerschaftsfraktion

IOC-Reform: Schöne Worte ohne Inhalt

Die geplanten olympischen Anlagen auf dem Kleinen Grasbrook – © “FHH/gmp/Gärtner“

Gestern hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) 40 Reformmaßnahmen einstimmig verabschiedet. „Nach Jahrelangen Vorwürfen wegen Gigantismus, Korruption und Knebelverträgen, die die austragenden Städte in die Insolvenz treiben, versucht das IOC durch den Reformbeschluss den Anschein zu erwecken, dass sich im IOC wirklich etwas ändern wird“, erklärt Mehmet Yildiz, sportpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Es ist bislang sehr wenig im Detail bekannt. Und was bekannt ist, sind letztendlich nur leere Phrasen. Das IOC will einen eigenen Fernsehsender gründen. Warum hat Herr Bach die Übertragungsrechte für die Jahre 2022-2034 für ca. acht Milliarden Dollar an einen Amerikanischen Sender verkauft? Es bleibt zudem offen wie viel finanzielle Unterstützung das IOC den übertragenden Städten anbietet und auch die Knebelverträge, die die austragenden Länder oder Städte fast in die Pleite treiben, werden nicht in Frage gestellt.Nachdem Oslo die Winterspiele wegen den zu hohen Kosten abgelehnt hat, versucht das IOC jetzt nun mit Reförmchen die Öffentlichkeit zu täuschen.“

Was in Hundert Jahren IOC-Geschichte nicht geschafft wurde, versucht Herr Bach angeblich in sechs Monaten umzusetzen. Sogar IOC-Spitzenfunktionäre wie Herr Richard sagen: „Wir können nicht alle 40 Punkte umsetzten, wir müssen Priorisieren.“

„Das macht deutlich, dass man nicht wirklich versucht etwas Grundlegendes im IOC zu verändern. Es soll nur das angekratzte Bild in der Öffentlichkeit wieder in Ordnung gebracht werden. Daher sagen wir: Nolympia! Und fordern den Senat auf, alle Kosten öffentlich zu machen und nicht über die Köpfen der HamburgerInnen hinweg zu entscheiden. Die HamburgerInnen sollen mit einem Volksentscheid selber darüber entscheiden, ob Olympia stattfinden soll oder nicht. Wir möchten nicht sechzehn Tage feiern und dann sechzehn Jahre zahlen“, schließt Yildiz.