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23. November 2012 Bürgerschaftsfraktion

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen: Das Thema muss in die Betriebe, Ämter und Behörden

Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen erinnert an das weltweit größte Gesundheitsrisiko für Frauen: häusliche Gewalt“, erklärt Kersten Artus, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft anlässlich des seit 30 Jahren wiederkehrenden Gedenktages. Daher wird die Linksfraktion wie auch in den vergangenen Jahren die blaue Flagge von „Terres des Femmes“ am kommenden Sonntag und Montag aushängen.

Im Jahr 2004 bestätigte die Bundesregierung durch ihre Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“, dass mindestens 20 Prozent aller Frauen in ihrem Leben geschlechtsbezogene Gewalt erfahren. „Gewalt gegen Frauen und Mädchen tritt in jeder Schicht und jedem Milieu auf – daher muss sie immer konkret und spezifisch bekämpft werden und die Opfer müssen auf sie zugeschnittene Hilfeangebote bekommen“, fordert Artus. Die Fraktion DIE LINKE hat bereits vor drei Jahren auf die überproportionale Gewalterfahrungen von körperlich und seelisch behinderten Frauen aufmerksam gemacht. „Dass das nun auch auf der Agenda der SPD steht, ist ein richtiger Schritt“, so Artus. „Gleichzeitig hat der Senat aber die Bereitstellung von mehr Zufluchtwohnungen für von Zwangsheirat bedrohte Frauen leider wieder zurückgenommen.

Außerdem werden seitens des Senats und der Kammern zu wenig Anstrengungen unternommen, an den Arbeitsplätzen zu sensibilisieren: „Auch in den Betrieben, bei Behörden und Ämtern darf die häusliche Situation von Frauen nicht ausgeklammert werden. Eine betroffene Frau muss am Arbeitsplatz auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden, Chefetagen, Personalabteilungen, Betriebsräte/-innen und Betriebsärzte/-innen müssen mit der Thematik vertraut sein“, erklärt Kersten Artus.