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Die Landesarbeitsgemeinschaft Bildungspolitik der Partei DIE LINKE hat zu einem Diskussionsabend über die Umsetzung der Inklusion an Hamburger Schulen in die Louise-Schroeder-Schule eingeladen. Unter dem Motto „Politik lässt Stadtteilschulen im Stich: Gut gemeint, mies gemacht“ ist auf die eklatante Unterversorgung, insbesondere an den Stadtteilschulen, hingewiesen worden.
Sabine Boeddinghaus, Sprecherin der LAG: “Viele TeilnehmerInnen berichteten uns von unhaltbaren Zuständen, unter denen die Lehrerinnen und Lehrer die Umsetzung des §12 des Hamburgischen Schulgesetzes organisieren müssen. Besonders erschreckend sind aktuelle Planungen der BSB, innerhalb des Konzepts der Inklusion wieder Kleingruppen, bzw. besondere Klassen zu schaffen, in denen ausschließlich Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unter sich beschult werden sollen. Das ist nichts anderes als Exklusion und läuft dem Auftrag der UN-Behindertenrechtskonvention diametral entgegen.“
„Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe,“ ergänzt Henning Feige, Sprecher der LAG Bildung, „sie kann nur mit ausreichenden Ressourcen und qualitativer Fortbildung der Kollegien gelingen. Mit angezogener Handbremse ist diese bisher größte Herausforderung für unser Bildungssystem nicht zu verwirklichen!“
Die LAG Bildung hat gemeinsam mit den TeilnehmerInnen folgende Forderungen formuliert:
Sabine Boeddinghaus: “Mit der bisher vom Senat angekündigten Ausstattung der Schulen mit zusätzlichen SonderpädagogInnen - und Sozial-, bzw. ErzieherInnen Stellen kehrt an den Schulen ganz sicher kein Schulfrieden ein. Das Senatskonzept ist eine Mogelpackung: es geht von einer zu niedrig angesetzten Quote von 5% Sonderschüler/innen aus, es operiert mit Umschichtungen, es vergreift sich am Bundes-Teilhabe-Paket und vor allen Dingen basiert es gegen jede wissenschaftliche Erkenntnis auf der falschen Annahme, sonderpädagogische Kompetenz könne durch sozialpädagogische ersetzt werden. Wir brauchen alle Professionen ganz dringend für gelebte Inklusion, aber eben auch ausreichende Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen.“