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15. Juli 2015 Dora Heyenn

Immer noch viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz

Zur Presseerklärung von Schulsenator Rabe „Hamburg stärkt die berufliche Bildung“ erklärt Dora Heyenn, fraktionslose Abgeordnete der LINKEN in der Hamburgischen Bürgerschaft und im Schulausschuss:

„Der Übergang Schule/Beruf steht jetzt für viele SchülerInnen unmittelbar bevor. Den veröffentlichten Zahlen des HIBB muss bestätigt werden, dass die Situation besser geworden ist. Der größte Erfolg besteht im Abbau der Warteschleifen, wie z.B. der Reduzierun der Zahlen in den teilqualifizierten Berufsfachschulen um 689 SchülerInnen. Aber, von dem Ziel, dass alle – alle! - Jugendlichen entweder das Abitur ober eine klassische Berufsausbildung machen sollen, ist Bürgermeister Olaf Scholz noch weit entfernt.“

Positiv ist hingegen, dass jetzt auch in der beruflichen Ausbildung mit der Inklusion begonnen wird und es ein Pilotmodell für Migranten gibt. Es bleibt zu hoffen, dass die Ergebnisse auch substantiell sein werden und nicht nur symbolisch.

„Dass die Auszubildenden eine moderne IT brauchen, das sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Problematisch scheint in der beruflichen Bildung auch der Umgang mit den Flüchtlingen zu sein. Offenkundig weißt der Senator nicht wie viele Flüchtlinge zurzeit eine Berufsausbildung machen. Die entscheidende Frage, was während und nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung mit den Flüchtlingen passiert ist weiter ungeklärt. Die Gefahr der Abschiebung schwebt weiter über ihnen. Ausbildung und Bleiberecht gehören zusammen“, so Dora Heyenn.
Bedenklich ist die Schaffung von zusätzlichen Stellen für eine Verwaltungsleitung an Schulen. Dies geht in Richtung einer Verbetrieblichung der Schulen. Unklar ist, ob die Stellen aus Lehrerstellen finanziert werden.

Die Berufsausbildung in Hamburg hat entgegen allen Beteuerungen noch viele Probleme zu lösen. Eines belegen auch die als Erfolgsgeschichte vorgelegten Zahle des HIBB: In Hamburg herrscht – entgegen allen offiziellen Verlautbarungen – ein großer Ausbildungsplatzmangel.