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1. November 2013 Bürgerschaftsfraktion

IBA: Erwartungen nicht erfüllt, Befürchtungen übertroffen

Heike Sudmann

Die Internationale Bauausstellung in Hamburg geht zu Ende. „Die hohen Erwartungen hat die IBA nicht erfüllt, dafür sind viele Befürchtungen wahr geworden. Für die vielen hundert Millionen Euro, die der Sprung über die Elbe insgesamt gekostet hat, ist es nicht gelungen, die Lebensverhältnisse in Wilhelmsburg spürbar zu verbessern und die Probleme der BewohnerInnen gemeinsam mit diesen anzugehen“, resümiert Heike Sudmann, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Auch wenn einige Projekte erst im Laufe der Zeit abschließend beurteilt werden können: Der hehre Anspruch ,Aufwertung statt Verdrängung‘ wurde definitiv nicht erfüllt.“

Mit der IBA hätten vielfältige Probleme im Stadtteil gelöst werden sollen, so der minderwertige  Zustand vieler Wohnungen und der schlechte Ruf Wilhelmsburgs. „Stattdessen sind die Mieten in Wilhelmsburg stärker gestiegen als in anderen Stadtteilen im Bezirk Mitte“, kritisiert Sudmann. „Und der Umbau von kleinen Wohnungen zu größeren Einheiten bringt selbst bei fast gleichbleibender Quadratmetermiete finanzielle Probleme bei AltmieterInnen.“

Dabei hätten kreative Lösungen zur Schaffung und zum Erhalt preisgünstigen Wohnraums das Markenzeichen der IBA Hamburg werden können, so die Stadtentwicklungsexpertin. Doch die  Einbindung der Menschen in Wilhelmsburg habe sich im Abhalten zahlreicher Veranstaltungen erschöpft. „Die  engagierten WilhelmsburgerInnen sind nicht zu  gleichberechtigten oder wenigstens auch nur gewichtigen AkteurInnen geworden“, so Sudmann. „Da wundert es dann auch nicht mehr, dass  jetzt dem Stadtteilbeirat, einem zentralen Partizipationsgremium für BürgerInnen, der Geldhahn zugedreht werden soll. IBA und igs sind vorbei, da kann man’s mit den WilhelmsburgerInnen ja wieder machen!“