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28. Mai 2009 Bürgerschaftsfraktion

HVV: Verkehrsplanung mit Weitblick und sozialer Komponente statt Sparmaßnahmen

Zu der Veröffentlichung des HVV, dass der Fahrgastanteil im vergangenen Jahr um 3,3% gestiegen ist, erklärt Dr. Joachim Bischoff, Fachsprecher für Stadtentwicklungspolitik:

"Die Zahlen unterstreichen wie notwendig die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in der "Klimahauptstadt" Hamburg ist. Der positive Trend im ÖPNV ist zu begrüßen und sollte von der Politik unterstützt werden, anstatt durch kleinkarierte Sparmaßnahmen behindert zu werden. Ein dichtes, zuverlässiges Verkehrsnetz und preisgünstige Tarife für den Kunden sollten das Ziel einer zukunftsfähigen Verkehrspolitik sein. Perspektivisch sollten die Preise im ÖPNV gesenkt werden, damit sich alle Menschen Mobilität auch wirklich leisten können."

Die geplanten Streichungen wie die AKN Durchfahrt von Kaltenkirchen zum Hauptbahnhof oder die Senkung der Fahrtaktzahlen der U-Bahn Richtung Billstedt sind schwere verkehrspolitische Fehler, die die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen und ökologische Aspekte nicht berücksichtigen.

So überlegt Hamburg beispielsweise die stark nachgefragte AKN Strecke, welche erstmals über Eidelstedt hinaus bis zum Hauptbahnhof führt, entgegen aller Proteste aus dem Umland, wieder einzustellen. Als Begründung wird angegeben, dass Hamburg die finanzielle Hauptlast trägt, die Nutzer aber überwiegend aus Schleswig- Holstein kämen. Auch hat die Stadt dafür Sorge zu tragen, dass einkommensarme Stadtteile nicht verkehrlich zunehmend abgehängt und isoliert werden.

Zudem hat Hamburg aufgrund seiner unzureichenden Wohnungsbaupolitik in den letzten Jahren das Problem mit dem steigenden privaten Pendlerverkehr erheblich verschärft.