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30. September 2011 Bürgerschaftsfraktion

HSH Nordbank: Jahresabschlüsse fehlerhaft

Die deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat festgestellt, dass die Konzernabschlüsse der HSH Nordbank zu den Jahresabschlusstagen 31.12.2008 und 31.12.2009 sowie der verkürzte Abschluss der HSH Nordbank AG zum Abschlussstichtag 30.06.2009 fehlerhaft sind.

Dazu erklärt Dr. Joachim Bischoff, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Hamburgischen Bürgerschaft:

"Die HSH Nordbank hat erneut demonstriert, was sie unter den Bilanzgrundsätzen "Bilanzklarheit und Bilanzwahrheit" versteht! In den Abschlüssen sind über 300 Tochterunternehmen nicht berück¬sichtigt worden! Außerdem sind Ergebnisse sowie Eigenkapital zu hoch ausgewiesen und notwendige Abschreibungen vergessen worden. Diese Versäumnisse und Falschbuchungen führten zu fehlerhaften Jahresabschlüssen in dreistelliger Millionenhöhe! Dieser Dilettantismus hat noch eine wei¬tere erträgliche Konsequenz: die Ergebnisse waren Basis für Bonuszahlungen, insbesondere an Dr. Nonnenmacher.

Leider ist die Bank nicht verpflichtet, die Abschlüsse rückwirkend zu ändern. Es wird Veröffentlichungen über den Umstand im elektronischen Bundesanzeiger, in einem überregionalen Börsenpflichtblatt und im deutschen Unternehmensregister geben. Neben dieser Fehlerkommunikation wird lediglich die Anpassung der Vergleichszahlen für Folgeabschlüsse erfolgen."